Der Krieg in Syrien oder Logik ist in einer absurden Welt ein Märchen!

Wenn jemand von einer Leiter klettert und ausrutscht, ist das nicht komisch. Wenn er aber danach aufsteht und auf einer Bananenschale ausrutscht, ist das – zumindest – ein kichern wert. Stößt er dann mit dem Kopf gegen die Leiter, die anschließend umkippt und genau auf ihn landet, ist das aber richtig komisch. Für sich genommen ist jedes Unglück ärgerlich, zusammengenommen, ist es aber ein Witz. Das wollen wir uns merken!

Reden wir von Deso Dogg, alias Denis Cuspert. Er hat sich – per Videobotschaft – gemeldet und verkündet, er habe sich der islamischen Terrororganisation “Islamischer Staat im Irak und in Syrien (Isis)“ angeschlossen, Spiegel online berichtet in ihrer gestrigen Ausgabe darüber. Die Isis wird selbst von der Al-Qaida als Ungeheuer betrachtet. So berichtet Spiegel Online: „Inzwischen ist die Isis aber selbst dem Qaida-Chef Aiman al-Sawahiri zu radikal geworden.“ Wie jede ungeheuerliche Totengöttin, fordert auch Isis ihre Tribute: Dieben werden die Hände abgehackt, Ladenbesitzer, die während den Gebetszeiten ihre Läden offen halten, werden ausgepeitscht und jeder – ob Soldat oder nicht – der für Assad kämpft, wird der Kopf abgeschnitten. Doch selbst wer für Allah kämpft, kann den Kopf verlieren. So kämpft Isis nicht allein gegen Syriens Präsident Assad, sondern auch gegen andere islamische Terrororganisation, etwa die Al-Nusra-Front. Das hat doch was von dem Witz mit der Leiter! Wer heute nach Syrien zieht und gegen Assad kämpft hat große Chancen ins Paradies zu kommen, weil ihm ein Glaubensbruder kopflos macht. Und wofür? Für 72 Jungfrauen. Mal ehrlich: wenn die Islamisten so scharf auf Jungfrauen sind, warum gehen sie extra nach Syrien? Die können sich doch irgendwo auf einer heimischen Wiese treffen und gegenseitig die Kehlen durchschneiden. So hätte die Welt vor ihnen Ruhe und sie kämen schneller in den Genuss der Jungfrauen.

Was nun Cuspert betrifft, so braucht man sich bei ihm über nichts mehr wundern. Erst im Herbst vergangenen Jahres wurde er bei einem Bombenangriff im Norden Syriens am Kopf verwundet. Wie er selbst bekannt gab, soll ihm dabei ein Stück seines Hirns verloren gegangen sein. Ich kann Herrn Cuspert beruhigen: sein Verhalten ist nicht weniger irre als zuvor. Es ist wie bei unserem Beispiel: wenn man auf der Bananenschale ausrutscht, nachdem man zuvor von der Leiter gefallen ist, ist der Schmerz weniger groß, wenn einem anschießend die Leiter auf den Kopf fällt. Und eine Leiter besteigen will er ja. Die Leiter zu seiner Göttin – ich weiß, das macht keinen Sinn, weil Isis die Göttin der Ägypter war und die Islamisten zu Allah beten, da ihr Verhalten aber irre ist, kann man auch eine ägyptische Göttin als Göttin für Islamisten nehmen. Laut der Zeitung „Welt“ von 2007 ist die Stelle im Koran mit den Jungfrauen ein Übersetzungsfehler. Es soll sich um weiße Trauben handeln. Mit anderen Worten: die sterben für eine Handvoll weißer Trauben. Da gefällt mir das Bild von der Isis dann aber doch erheblich besser. Und Logik? Ein Märchen! Wir leben in einer absurden Welt! Das einzige, was bei uns logisch ist, ist das Chaos, für das der Krieg in Syrien ein Symbol ist. Dort kämpfen Terroristen gegen einen Diktator und gegeneinander und das für 72 Jungfrauen, die aber – laut korrekter Übersetzung – eine Handvoll weißer Trauben sein sollen.

Aktuell sollen aus der Bundesrepublik 300 Islamisten nach Syrien in den Krieg gezogen sein, von denen 20 bereits in Isis Schoß ruhen. Sollten die Islamisten aus der Bundesrepublik zurückkehren, befürchten Sicherheitsbehörden, sie könnten Anschläge planen. So hat die Polizei erst Ende März dieses Jahres Islamisten bei Razzien in Berlin, Frankfurt und Bonn festgenommen, von denen einige für die Isis gekämpft haben sollen. Nun gibt es Islamisten, wie Denis Cuspert, die auf solche Heimkehrer nur Verachtung übrig haben. Seiner Meinung nach hätten die bleiben und kämpfen sollen, er selbst werde nicht zurückkehren.

Kehren wir zu der Stelle mit der Leiter zurück. Wir sagten, wenn jemand von der Leiter fällt, auf einer Bananenschale ausrutscht und die Leiter auf den Kopf bekommt, sei das komisch. Das ist nicht unwahr. Es gibt jedoch eine Grenze, wenn darüber hinaus Unglücksfälle passieren, dann lachen wir nicht mehr. Wenn jetzt also die Frau des Unglücklichen käme und über ihn stolperte, das wäre vielleicht noch ein kichern wert, würde sie aber dann aufstehen und auf der Bananenschale ausrutschen, spätestens da, wäre der Witz schal. Und käme dann noch ihr Bruder und der Onkel, Oma, Opa usw. dann würden wir gähnen und uns anderen Themen zuwenden. Vielleicht bekämen wir aber auch Tränen in den Augen. Wenn sich lustige Unglücksfälle wiederholen, dann werden sie was? Genau – sie werden tragisch. Deso Dogg mag anfangs eine lustige Figur gewesen sein, inzwischen wird er aber tragisch. Er sollte zur Besinnung kommen.

Noch eine Fußnote: Wann ist Terror Terror? Wenn selbst Terroristen davor zittern!

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