Licht aus! Demokratie ausblenden!

Endlich hat es auch Köln kapiert. Die Stadt, oder besser deren Verantwortlichen, wollen Köln nicht zeigen und schalten deshalb das Licht aus.

Ein Kommentar von Hagen Ernst

ködigaNoch ist nicht bekannt, wieviel Geld Köln heute Abend spart, wenn  der Dom, die Antoniterkirche, das Schokoladenmuseum und die IHK das Licht ausknipsen. Die Rheinenergie schaltet in Absprache mit der Stadt die Anstrahlung der Kölner Brücken und anderen historischen Gebäuden bis Mitternacht ab. Gerade der Dom – jene Einrichtung die Zuflucht bieten will, möchte sich im Schein des Mondes sonnen. Viel von “Liebe deinen Nächsten” bleibt da nicht übrig, wie auch bei den 43 einzelnen Verbände, Organisationen, Parteien und Vereine, die sich kurzentschlossen zum einheitsideologischen  „Köln stellt sich quer“ zusammengeschlossen haben.

Man möchte munkeln, ob es jene Menschen sind, die sich einst als BRD-Bürger besser fühlten; zumindest gegenüber jene DDR-Menschen, die ja keine Freiheit hatten, ihre Meinung kundzutun. Aber soweit kommt es nicht, auch wenn in jenem untergegangenen Mitteldeutschland ebenso den Kirchen die Lichter ausgeschaltet wurden. Nein, mitnichten! Heute ist jenes Licht aus nämlich politisch korrekt.

Was könnte nun passieren? Fackelträger auf der Rheinbrücke? Welches Bild werden dann wohl die Medien aufzeigen – Fackelträger der FDJ oder gar jene in den 1930er Jahren…? Wir brauchen nicht gespannt zu sein, denn schliesslich sind für die Meinungsmedien der Bundesrepublik sowieso alles irgendwie Nazis und für machen Politiker gar Schweine!

Doch etwas anderes ist viel interessanter. Wie groß muss die Angst, nicht nur in Köln sein, wenn man sich selbst lieber verdunkelt, statt nachzudenken, warum die PEGIDA sich bundesweit ausbreitet. Wie engstirnig müssen Kommune und Politiker eigentlich sein, wenn sie andere Meinungen nicht einmal ansehen möchten. Im Umkehrschluss bleibt nur eine Überlegung: Unsere Politiker sind noch nicht bereit für eine Demokratie.

Wenn wir nur beim Dom bleiben: Warum blieb das Licht an, wenn Schwule, Lesben und Abtreibungswillige marschieren. Warum blieb das Licht an, wenn die Glaubensgemeinschaft global vermindert, wenn nicht gar vernichtet wird? Warum blieb das Licht an, wenn unchristliche Themen auf der Domplatte demonstriert wurden? Genau, weil dies Ausdruck einer lebendigen Demokratie ist. Heute aber … ist keine lebendige Demokratie?

Egal wie man es dreht, wenn sich Köln und der Dom, die Gewerkschaften und IHK, die Verbände und Vereine für die Demokratie in ihrer Stadt schämen, müssten heute alle echten Demokraten; von links bis rechts, von republikanischen Monarchisten bis Freidenkern, vom Arbeiter bis zum Arbeitgeber, vom Polizisten bis zum Soldaten, von Gewerkschaftler bis zum Amtsleiter , von … bis …; sich zur Ködiga gesellen und für die Freiheit der Meinungsäußerung, für den Grundpfeiler unserer Gesellschaft demonstrieren. Ansonsten heisst es bald: Von Erich lernen, heisst siegen lernen.

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2 Replies to “Licht aus! Demokratie ausblenden!”

  1. Also ich empfinde die Verdunkelung des Doms auch als eine Frechheit.
    Demokratie?
    Ja von wegen; nicht mit diesen deutschenfeindlichen Gaunern, die sogar an Weihnachten und Silvester gegen PEGIDA hetzten!

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