Was mir an PEGIDA fehlt – keine Antwort auf Luleys offenen Brief

Nein, dies ist keine Antwort auf den offenen Brief von Wolfgang Luley, der mich gestern erreichte. Auch wenn man denken könnte, die kommenden Zeilen hätten etwas damit zu tun. Nein, liebe Leser, ich muss Sie enttäuschen. Der folgende Beitrag folgt sozusagen aus der Konserve. Geschrieben wurde er bereis am Sonntag, vollendet am Montag. Nur diese Erweiterung ist aktuell. Aber nun, MAZ ab, wie man früher beim Fernsehen beiläufig erwähnte.

Ein Aufruf an PEGIDA, an alle

Eine Bürgerbewegung. Seit Jahren träumt so manch Konservativer von eben jenen Bildern: Menschen aus der Mitte der deutschen Gesellschaft stellen sich gegen die, vor Jahren mit “Linksschwenk Marsch” – vom Volke weggelaufene, heute weit entfernte, Regierung. Längst sind konservative Mitstreiter nur noch Rang- und zumeist Namenlose CDU, SPD – Gesellen, längst sind sie als rechts verhöhnt und diffamiert. Links ist die neue Mitte der Gesellschaft. Da lacht selbst das christliche, wie das demokratische der Union sich selber zu Tode.

Doch dann hörte ich den Papst, dieser Tage. Er sprach ruhig und besonnen. Ohne Hass oder Gewaltaufrufe wandte er sich an die Glaubensgemeinschaften der Welt, damit sie den weltweiten Terror, der für uns in Paris vorerst seinen Höhepunkt bekam, an anderen Orten der Erde jedoch noch brutaler, aber weniger medienwirksam, von statten geht, abschwören. Ja: Muslime, Buddhisten und Christen sollten die Täter und ihr Tun verteufeln, ihnen und ihre Taten verdammen, ihnen absagen. Eine solche Haltung und Rede hätte ich mir vom bundesdeutschen Bundespräsidenten Gauck oder wenigstens von der Bundeskanzlerin Merkel gewünscht, die – stattdessen – “Der Islam gehört zu Deutschland” betont.

Mir wird Angst und Bange, wenn mir bewusst wird, dass Merkel in aller Welt gehört wird. Auch wenn sie in jüdischen Gazetten des Staates Israel einfach mal beim Strassenbild von Paris wegretuschiert wird.

Doch es ist längst nicht mehr nur das Islam-Thema, das die Menschen auf die Strasse treibt. Es ist auch die Flüchtlingswirtschaft, an denen sich so mancher Linker nicht nur seinen Porsche sondern auch eine goldene Nase verdient. Wenn Asylbetrüger statt den Weg zur Heimat, die Wege zu Rechtsanwälten gezeigt bekommen. Wenn Asylbetrüger Schulen und Ämter besetzen, sich hunderte Falschdenker aufmachen, ihnen beizustehen. Wenn man also jene unterstützt, dann nehmen sie echten Asylsuchenden, die von Krieg und Massakern fliehen, die Plätze weg, die dringend benötigt werden. Genau jene linken Traumdenker tragen eine Mitschuld daran, dass in den Gefahrengebieten dieser Erde unschuldige Kinder und Mütter sterben, unschuldige Seelen in ein Kriegstrauma verenden. Sie tragen vor allem aber die Schuld daran, das zerbombte Städte nicht mehr aufgebaut werden, weil die kräftigen Hände derweil in Europa anderweitig beschäftigt sind oder ruhen. Sie sind daran schuld, wenn in Deutschland selbst, das soziale Netzwerk und andere wichtige Errungenschaften zusammenfallen, weil einfach Gelder und Mittel, aber auch der mitzupackende Mensch fehlt, da seine Leistung an anderer Stelle missbraucht wird.

Aber es sind auch die innerdeutschen Probleme, die die Mitte und Konservativen auf die Strasse bringen sollten. Nicht nur in Dresden! Neben den zusätzlichen und versteckten Steuern und Abgaben – von der EEG, der Ökosteuer bis hin zur mehrfachen Besteuerung der Auto-, Bus- und Bahnnutzer; von den GEMA/GVL-Pauschalen, die bei jedem CD- und Druckereinkauf eingerechnet sind, bis zur neuen Zwangseinzahlung der öffentlich/rechtlichen Sender; von der Mehrfachbelastung des Arbeiters bis hin zur Steuerzahlung auf Renten, was uns täglich die Kehle immer wieder Zentimeter für Zentimeter zuschnürt. Diese Auflistung könnte man weiterführen und weiterführen, bis ich das Rentenalter erreiche. Dabei käme man noch nicht einmal an die Eurovernichtungen unserer Entscheider heran, die von Aussichtstürmen bis Vergnügungsparks, von Wiedergutmachungen, Bankenrettungen bis hin zur Abgeordnetendiät reicht. Zum Glück gibt es da Ausnahmen, die auch die konservativ Rechte hoffen lässt. Ausgerechnet die Abgeordneten der Linken spendeten die Mehreinannahmen an Kinderdörfer. Dabei sind die Geldvernichtungspläne nicht das schlimmste, denn der Euroraum rettete bisher nicht Griechenland, sondern Spekulanten. Nein, schlimmer noch ist die Kriegslust, die unsere Eliten wohl wieder spüren, gegen die aber kaum jemand aufsteht. Oder habe ich die gewaltigen Friedensmärsche verpasst?

Ich vermisse die echten Umweltschützer, die, rechnet man neutral, statt Braunkohlverheizungen und sogenannten Windparks mit Vogelenthauptungsanlagen sich den einen oder anderen Atomreaktor wiederwünschen müssten. Wo sind jene, die der Regierung zeigen, dass durch ihre verpeilte Bildungspolitik unser Land den Bach runtergeht. Und wenn wir nicht bald unsere Aufmerksamkeit den Brücken und Strassen unseres Landes zuwenden, werden wir in Mitteleuropa der erste 3.Weltstaat sein. Dies könnte schneller kommen, als uns es lieb ist. Denn wie oft hat Deutschland in den letzten Jahren den Anschluss verpasst. Dank lahmen Internet und schlechter Forschungslage, dank Überregelungen im Patent-, Forschungs- und Unternehmerwesen. Warum ist so manche Erfindung in Deutschland entwickelt, aber in den USA, in Japan und selbst in China auf den Markt gebracht worden. Und dann fragen wir uns, warum für unsere Bundeskanzlerin das Internet #Neuland ist, warum sie auf das Wort Festnetz nicht kommt? Was erwarten wir, von einer Frau im hohen Amt, die Brutto nicht von Netto unterscheiden kann, jene die überzeugt davon ist, dass jeder Deutsche 3000 Euro im Monat auf Tasche hat, während man sich überlegt das Licht auszuschalten, um zu sparen.

Wo sind die Proteste gegen ein Europa, das im Gängeln Spitzenreiter ist. Uns vorschreibt, welches Licht wir verwenden dürfen, welchen Staubsauger, welche Waschmaschine, welchen Kaffee- und Wasserkocher. Wo sind die Plakate, die die Wirkweise von Demokratie aufzeigen. Wo ist die Rede gegen TTIP oder TISA, Abkommen, die ohne Bürgerbeteiligung entschieden werden, für die der Bürger aber zahlen darf? Wo fordert man eine echte freie Presse, wo eine freie Meinungsfindung? Wo … wo und vor allem WANN!

Ja, PEGIDA-Läufer, diese Blickwinkel vermisse ich. Und noch einige mehr. Meine Hoffnung für 2015 ist, dass PEGIDA mehr wird. Mehr Leute, mehr Themen, mehr Bürgerbewegung, mehr Bürgerwille. Meine zweite Hoffnung ist, das PGIDA keine Partei wird und weiterhin parteipolitisch unabhängig ist, egal ob sich AfDler, Pros oder Sozis anschleichen wollen.

PEGIDA, und damit meine ich jeden, der PEGIDA wohlwollend mitverfolgt, PEGIDA werdet dieses Jahr erwachsen, werdet mutig und steht für Euren Nachbarn, fürs Volk, für uns ein. PEGIDA werdet eine streitsame Sache für jeden von uns und weckt die noch schlafenden und von Friede-Freude-Eierkuchen halluzinierenden. PEGIDA macht was aus Euch, macht was aus uns. Ihr seht, es laufen schon heute viel mehr mit, als ihr es Euch jemals erträumt hättet. Und das ohne Unterstützung. Und das gegen den parteipolitischen Rat, gegen den Rat der Gewerkschaften und Amtsherren. Nutzt diesen Vertrauensvorschuss – aber nutzt ihn nicht aus.

Danke

Ihr und Euer

Hagen Ernst

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