Holocaust Gedenken: MV Regierung dagegen?

Wenn es nach Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden, ginge, würde der Besuch einer KZ-Gedenkstätte Pflicht werden. Es solle noch mehr als bisher im Unterricht über den Holocaust informiert werden, die Gedenkarbeit in den Schulen solle intensiviert werden.

„Ich wünsche mir, dass jeder Schüler ab der neunten Klasse verpflichtend eine KZ-Gedenkstätte besucht“, betont Schuster. Alle Bundesländer, in denen das noch nicht der Fall sei, sollten dies einzuführen. „Theorie und Unterricht sind die eine Sache, das konkrete Erleben vor Ort, die plastische Anschauung die andere“, sagt Schuster.

Schreibt die Ostseezeitung.

In Mecklenburg-Vorpommern lehnt Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) eine Verpflichtung ab.

Ja, Mecklenburg-Vorpommern. Hier sieht die Landesregierung dem Thema so gelassen entgegen, dass sogar ein Pflichttermin nicht wahrgenommen wurde.
Trotz Einladung erschien das gesamte Kabinett nicht zur „Ausschwitz Gedenkstunde“ meldet der NDR. Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider (SPD) ist verärgert darüber und will jetzt Nachhilfeunterricht erteilen.

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Ein Regierungssprecher nannte das Fehlen “misslich” und “ärgerlich”. Ursprünglich habe Agrarminister Till Backhaus teilnehmen wollen, dazu sei es nicht gekommen.

Beim nächsten Mal müsse das jedoch “besser organisiert werden”.

Liebe Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern, was sind das für Ausreden? Ich kann mir kaum vorstellen, dass ein Termin im Kalender noch dicker bei Euch angestrichen ist.

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