Umgang mit unerwünschten Lesermeinungen

Die Systemmedien hatten eine Diskussionswoche, bei der über den Umgang im und mit dem sozialen Netzwerk getagt wurde. Ein Thema war der Umgang mit Kommentaren auf Netzseiten. Hierüber berichtet der NDR.
Angeblich würden Hass und Rassismus den Alltag der Netzredakteure prägen.
Anna-Mareike Krause, Mitarbeiterin von ARD Aktuell und zuständig für das soziale Netzwerk rund um die Tagesschau, empfindet die Kommentare manchmal nur als ekelhaft.


Zum 70. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz musste sie sich “mit den übelsten Formen von Antisemitismus auseinandersetzen”, wie z.B. “Jetzt sollten wir mal lieber darüber reden, was in Gaza passiert statt über Auschwitz.” Ja, dies ist wahrhaft übelster Antisemitismus. Wie kann man es wagen, auf so indirekte Art und Weise Israel zu kritisieren?
Der Schock sitze immer wieder tief, es sei nicht leicht, solche Diskussionen auszuhalten. Es ist eben ein Berufsrisiko, wenn die Argumente aufgrund von Umerziehung ausgehen.
Marcus Bensemann, Redaktionsleiter von NDR.de, möchte es sich nicht so einfach machen, wie die Süddeutsche Zeitung. Diese lässt Kommentare nur zu ausgewählten Artikeln zu, um so der Meinung des Volkes aus dem Wege zu gehen.
Der NDR hingegen versuche so viele Meinungen wie möglich zuzulassen, er möchte so liberal wie möglich auftreten. Doch dies sei immer schwieriger, denn seit der Ukraine-Kriese und PEGIDA fingen die Menschen an zu diskutieren, so Bensemann. Inzwischen würden sogar schon Kommentare mit echtem Namen geschrieben.
Man müsse entweder damit leben, “sich entweder mit diesen Quälgeistern rumzustreiten oder auf das Angebot zu verzichten.” Man könne solche Leute auch nicht sperren, denn nach fünf Minuten seien sie mit neuer Identität wieder da.
Eine Zensur findet jedoch nicht statt.
Niemand hat die Absicht, eine Mauer zum Leser zu bauen.

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5 Replies to “Umgang mit unerwünschten Lesermeinungen”

  1. jaja die kommentare ein thema das seit einiger zeit durch die bloggosphäre geistert. manchmal glaube ich zwischen den journalisten und den trollen gibts ein wettbewerb – wer die dümmsten texte verbreiten kann…

    naja bald ist eh fertig mit diskutieren, überall gehen wieder die paywall hoch so ist seit heute bei der SZ alles hinter einer bezahlschranke versteckt 😛

    so kann man natürlich auch unerwünschte gedanken fernhalten in dem man die texte und die kommentarfunktionen nur noch gegen kohle zulässt 😛

  2. Mein Kommentar auf http://www.ndr.de/nachrichten/netzwelt/Wie-geht-Diskussionskultur-im-Netz,kommentarkultur102.html – mal sehen ob er der NRD-Netzetikette gerecht wird … :
    “Ein guter Kommentar hierzu findet sich im Preussischen Anzeiger: http://preussischer-anzeiger.de/2015/03/01/umgang-mit-unerwuenschten-lesermeinungen
    Dem wäre nur noch hinzuzufügen, dass “keine Meinung illegal” sein kann und darf. Der Gesetzgeber hat zur Einschränkung schon (zu) viel getan, die hinterherhechelnden Medien ebenso!”

      1. Deshalb, Jörn:
        “Die Diskussion und der Austausch mit Hörern, Lesern und Zuschauern sind ein hohes Gut. Es ist eine große Bereicherung und eine enorme Herausforderung gleichermaßen, denn viele Redaktionen haben einfach nicht die Kapazitäten, um mit der Masse an Zuschriften fertig zu werden.” Zitat ende
        Übersetzt, weil für mich – und den Freischaltsuperintendanten kein GEZ-Geld mehr da war… oder so.

  3. Zitat:
    “Angeblich würden Hass und Rassismus den Alltag der Netzredakteure prägen.”
    Ja, mag sein. Aber dieser ist nur eine Folge der unobjektiven Berichterstattung der Medien, die immer wieder Dinge totschweigen oder schönreden.
    Das macht die Menschen eben sauer; z.B. meine Freunde vom “Orden der Patrioten” (http://tomorden.de.to) und mich. Wir lassen uns eben nichts gefallen; erst recht nicht die LÜGENPRESSE und ihre Lügen!
    Und die Journalisten scheinen teilweise richtige Weicheier zu sein, wenn sie es schon als antisemitisch sehen wenn jemand schreibt:
    “Jetzt sollten wir mal lieber darüber reden, was in Gaza passiert statt über Auschwitz.”
    Das kommt davon wenn man eine teure Eliteschule besucht hat, in der man von der realen Welt abgeschirmt von Multi-Kulti TRÄUMEN durfte! Und dann zur Uni ging, nur um zu kiffen und Antifakongresse zu organisieren!
    Die Journalisten der etablierten Medien haben offenbar keinen Blick für die Realität.

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