Wuppertal: Ein guter Tag für die Demokratie?

– 200 Salafisten – 800 bei PEGIDA – 2000 bei Gegendemo – Polizeipräsidentin Birgitta Radermacher zufrieden: Es war ein guter Tag für unsere Demokratie –

Nur 800 PEGIDA-Aktivisten, dafür 200 Salafisten. So lauten die Zahlen der Polizei Wuppertal. Ob sie glaubwürdig sind, sei dahingestellt. Vielfach war auch wieder zu lesen, dass viele Teilnehmer nicht zur Versammlung der PEGIDA durchgelassen wurden. Fakt ist jedoch, dass die Polizei den Lauf der PEGIDA verbot. Angeblich soll es zu Gewalttätigkeiten innerhalb der Versammlung gekommen sein, woraufhin die Polizei auch Pfefferspray “einsetzten musste”:

Da es innerhalb dieser Versammlung, unter die sich auch bekannte Personen der Hogesa-Szene mischten, zu Gewalttätigkeiten kam, untersagte die Polizei den anschließend geplanten Aufzug. Am Rande der Pegida NRW-Versammlung musste die Polizei bei vereinzelten Vorfällen Pfefferspray einsetzen. Der Anmelder erklärte gegen 15:45 Uhr die Versammlung für beendet.

Die Bilder der Aufzeichnung sprechen jedoch eine andere Sprache. Die Antifa wurde auf wenige Meter an die PEGIDA heran gelassen. Man könnte denken, eine Eskalation sollte provoziert werden. Zudem ging die Polizei zuerst auf die bereits eingekesselten Teilnehmer mit Schlagstöcken los, bevor der erste Böller explodierte.
Auch erwähnt die Polizei nicht in der Meldung, dass die Versammlung erst vom Veranstalter beendet wurde, nachdem die Polizei mit Auflösung wegen polizeilichen Notstandes drohte.
Insgesamt wurden acht Personen in Gewahrsam genommen, in 21 Fällen wurden Anzeigen gefertigt, überwiegend nach Vorschriften des Versammlungsgesetzes.

Polizeipräsidentin Birgitta Radermacher: “Ich bin sehr zufrieden mit dem Verlauf dieses durchaus schwierigen Tages. Menschen, die sich friedlich versammeln wollten, konnten ihre Meinung frei äußern. Die Wuppertaler Bevölkerung hat für alle Belastungen großes Verständnis gezeigt. Es gab keine Verletzten. Ich danke allen Polizistinnen und Polizisten und bin froh, dass ich sie gesund nach Hause entlassen konnte. Es war ein guter Tag für unsere Demokratie, die wehrhaft ist und gleichwohl nicht wehrlos.”

Quelle: Polizei Wuppertal/ NPA

Tatsachenberichte von Teilnehmern bleiben abzuwarten.
Im Anschluss an die PEGIDA-Kundgebung kam es laut Die Rechte Dortmund in Wuppertal noch zu einer Spontandemonstration heimattreuer mit etwa 300 Teilnehmern

ohne Polizei und damit auch ohne Gegendemonstranten, die sich im vermeintlich roten Wuppertal versteckt hielten. Nach rund 30 Minuten störungsfreiem Aufzug stoppte die Polizei die Demonstration und kesselte einen Teil der Demonstranten ein. Letztendlich erfolgte die geordnete Abreise über den Bahnhof Vohwinkel.

 

2 Replies to “Wuppertal: Ein guter Tag für die Demokratie?”

  1. Verehrte Redaktion,
    bitte recherchieren Sie mal, wer genau das Heranlassen der Antifa in Steinwurfweite (sic!) an den PEGIDA Rednerwagen angeordnet hat. Hier wurden unbescholtene Bürger einer gesundheitlichen, ja sogar einer Lebensgefahr ausgesetzt, wenn etwa Steine oder Gegenstände geworfen werden. Eine Eskalation seitens der Hooligans hätte durch ausreichenden Abstand ebenso gewährleistet werden können. Mir scheint dies politisch gewollt zu sein, und ich würde gerne wissen, wer genau dies angeordnet hat. Das würde bestimmt einen guten investigativen Artikel ergeben.
    Herzlichst,
    Johannes Gaudron

    1. Angeblich ist die Antifa unbemerkt durchgebrochen und wurde von der Polizei geduldet. So heißt es in einer Stellungnahme der PEGIDA NRW: “Ca. 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn zogen plötzlich in unmittelbarer Nähe linke Gegendemonstranten auf, die die Polizei bis auf weniger als 20 Meter (!) an unsere Veranstaltung heranließ.
      Der sofort kontaktierte Verbindungsbeamte der Polizei zeigte sich erstaunt und berichtete, dass er selbst überrascht sei und eine Absperrung wohl nicht gehalten habe. Die Gegendemonstranten aus dem linken Lager traten aggressiv auf, riefen deutschfeindliche und zum Teil strafrechtlich relevante Parolen und versuchten, die Polizeiabsperrung zu überwinden.
      Die Polizei brachte eine Reiterstaffel und einen Wasserwerfer gegen die linken Demonstranten in Stellung. Doch dann passierte etwas Merkwürdiges: Der Wasserwerfer zog ab und die nichtangemeldete Kundgebung wurde geduldet- obwohl permanent Flaschen und Eier, Gipseier, Steine und Golfbälle auf die PEGIDA Teilnehmer geworfen wurden. Die Polizei sah tatenlos zu!
      Der Versammlungsleiter forderte die Polizei zahlreiche Male auf, die Angriffe auf die PEGIDA-Teilnehmer zu unterbinden. Es passierte NICHTS!”

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