Will Özdemir politische KZs oder doch eine Freundschaft mit Wilders?

Da schmerzen einem die Ohren. Beim Deutschlandfunk. Propaganda auf Zwangsgebühren? Bestimmt nicht in einem Staat, der sich demokratisch ansieht. So etwas hätte man nicht nötig …

Dresden Montagabend, da war doch was? – Richtig. Es gibt sie noch, die Versammlung der Islamgegner. Weder eine Spaltung der Organisatoren, noch das Outing des Frontmannes Lutz Bachmann als Liebhaber absonderlicher Frisuren und Bärtchen haben den montäglichen Warnungen vor einer angeblichen Islamisierung des Abendlandes ein Ende bereitet.

Hat Peter Kapern, Moderator beim staatsfinanziertem Deutschlandfunk (DLF), keine anderen Vorwürfe mehr, ausser Frisuren und Bärte? Doch. Er bekam Unterstützung, am Montag morgen. Erst ein Beitrag von Nadine Lindner, ähnlich einseitig aufgebaut wie die Anmoderation, und dann ein Gespräch mit Özedemir, dem bekannten Parteivorsitzenden der Grünen, der eine Einheitspartei, eine Einheitsfront gegen Pegida fordert.

Beim DLF stellt er dar, dass PEGIDA keine Demokratie will, keine demokratischen Grundrechte vertreten würde:

Und die Dame, die vorher in Ihrem Beitrag zitiert wurde, die ja auch als OB-Kandidatin antritt in Dresden, die spricht im Zusammenhang mit den Flüchtlingen, die wie gesagt aus Syrien direkt aus dem Krieg fliehen, von Asylantenströmen, mit denen ihr, die Deutschlandvernichter von Merkel bis Gabriel und Tillich, unser Dresden, unser Sachsen, unser Deutschland flutet, weil es hier schöner wohnen und ordentlich Knete vom Staat gibt. Das heißt, da wird doch klar gemacht, das sind Leute, die mit unserer Demokratie nichts, aber auch gar nichts am Hut haben. Denen nachzulaufen, wie es auch Politiker aus der CDU in Sachsen gemacht haben, ist das falsche Signal. Es ermutigt sie, weiterzumachen, und wir brauchen das Gegenteil davon.

Was ist das Gegenteil vom Gespräch miteinander, Herr Özdemir? Politische Gefangene, gar KZs? Oder meint Özdemir, dass die Parteien nicht nach-; sondern vorlaufen sollen? Nein, Gewalt wollen, nach Auffassung der beiden Gesprächspartner, nur die, über die man spricht.

Kapern: Und jetzt sozusagen zuzuschauen, wie die dann auch noch Gewalt androhen – Sie haben den Fall Claudia Roth gerade selbst zitiert -, dokumentiert doch eigentlich auch die Hilflosigkeit des Staates gegenüber einer Bewegung, die durchaus eine Affinität zur Gewaltanwendung, zur politischen Gewaltanwendung hat.

Özdemir: Es ist nicht nur das. Das ist zum einen das. Das heißt, der Boden für Gewalt wird bereitet. Natürlich könnte man jetzt hier sagen, die extrem rechtsextremen Einstellungen, die gehen bei uns in der Gesellschaft ja eher zurück. Das ist sicher richtig. Da gibt es ja auch wissenschaftliche Studien. Auf der anderen Seite wird aber dadurch, dass man die Hemmschwelle absenkt, nach dem Motto, man wird doch wohl mal sagen dürfen, haben wir mittlerweile eine Situation, dass schon fast 75 Prozent der Bevölkerung bei Asylbewerbern auf Ablehnung und auf Abschalten gehen, und das löst natürlich ebenfalls ein Klima aus, das weit über Dresden hinausgeht bis tief in die Mitte der Gesellschaft hinein, dass es Zweifel gibt an den Flüchtlingen, Zweifel gibt am Umgang mit Asylbewerbern, und das ist eine sehr gefährliche Melange, die da entsteht.

Im Umkehrschluss also sind PEGIDA Freunde gewaltbereite Rechtsextremisten. Und 75% der Bevölkerung müssten ebenso Nazi und rechts sein; denn nur Rechte und Nazis lehnen die Asylpolitik der Bundesregierung ab. Komisch, dass man erst am Wochenende lesen durfte, dass jeder 4. Bundesbürger Asylbewerber zu hause aufnehmen würde. Rein rechnerisch besteht die Bundesrepublik demnach aus 25% Aufnehmungswillige und 75% Nazis. Eine Mitte der Gesellschaft, wird da schnell vergessen. Und wer hier rechnet, ist sowieso ein Nazi und gehört …. Aber hören wir weiter hin:

Die wollen ja nicht zu uns, die würden gerne dort bleiben, wo sie leben, aber dann muss Deutschland sich und die Europäische Union stärker engagieren dafür.

Hups, hat nicht Wilders ähnliches gedacht, als er sagte:

Natürlich sollen Flüchtlinge, zum Beispiel aus Syrien in Sicherheit gebracht werden. Aber sie sollten in ihrer eigenen Region untergebracht werden. Nicht hier. Nicht in Europa.

Kommen sich nicht Özdemir und Wilders plötzlich nahe…? Oder doch nur polemische Propaganda? Entscheiden Sie! Hören Sie selbst hin! Anmoderation, Beitrag und das Interview sind auf den Seiten des DLF nachzulesen und nachzuhören.

 

 

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3 Replies to “Will Özdemir politische KZs oder doch eine Freundschaft mit Wilders?”

  1. Wenn 75% der Bundesbürger (zu denen ja auch Migranten zählen; mein türkischer Nachbar z.B. will auch das die Asylflut gestoppt wird!) keine Asylanten mehr hier haben will, warum richtet sich die angeblich demokratische Politik dann nicht nach dem Willen dieser Mehrheit?

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