Senioren wehren sich

Mit Rollator bewaffnet, Zarah Leander im Ohr – so sieht die neue Protestwelle in Berlin aus. Gut 50 Senioren sind unterwegs und protestieren gegen die unsinnige Sozialpolitik in Neukölln. Während die Bundespolitik Banken und Afrikaner rettet, streicht man den Senioren kurzerhand die Mittel:

Das “Jobcenter” Neukölln streicht nämlich zum 01. Juni das Hilfspersonal für die Seniorenanlage an der Rollbergstraße. Sogenannte Ein-Euro-Jobber, die bisher den Rentnern bei Behördengängen, beim Einkauf oder einfach nur beim geselligen Zusammensein unterstützten. Eigene Hilfskräfte könne man nicht einstellen, dazu seien die Renten zu klein. Daher braucht man die Hilfe vom Staat. Immerhin könnte der Staat den Alten auch wieder etwas zurückgeben – die Benachteiligten zahlten Steuern, erzogen Kinder. Alles, was der Staat zu gern in die Vergessenheit rückt und den Erbauern der Bundesrepublik Deutschland nur selten zugesteht.

Die erste Demo in Berlin wird wohl eine Wiederholung finden. Denn trotz Versprechungen aus dem Jobcenter und des Rathauses wissen die Senioren, dass Amtsträger oft, zu oft, viel erzählen, was nicht eingehalten wird.

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