Jobausschreibung ohne Pegida

So macht man es richtig. Da klatscht das Gutmenschenvolk und so mancher trinkt demnächst in der “Vodkaria” Leipzig einen mehr.

“Wir suchen dringend” steht auf dem Schild, um dann die offenen beruflichen Stellen, neudeutsch Jobsuche, durchzugehen: “Köchin/Koch”, “Kellnerin/Kellner”. Getreu dem Arbeitsrecht und der Genderwelle erst die *innen, dann die nicht*innen. Und “Religion: egal”, “Refugees: welcome!” BRD2.0 sei Dank. Man möchte “Refugees” haben. Sind die billiger, weil ohne Arbeitserlaubnis?, schoss es mir durch den Kopf! Könnte passen, denn Frauen; Verzeihung die *innen, verdienen im Durchschnitt meist auch weniger, und Refugeesfrauen – wenn es das gibt ….. Aber “Refugees” klingt so schön international, nach Hilfsbereitschaft, nach … zumindest nicht nach deutsch oder gar deutscher Sprache. Also alles im Lot, denn:

“Legiga/Pegida-Anhang” so steht es auf dem Schild geschrieben: “so dringend ist es dann doch nicht!!”

Nun darf jeder Arbeitgeber sich seine Mitarbeiter aussuchen. Aber, er darf eine Ausgrenzung nicht öffentlich machen. So zumindest verstehen viele das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG):

Ziel des Gesetzes ist, Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen.

Zum Glück bewerbe ich mich dort nicht, bin kein Leipziger. Sonst würde ich mal den Anwalt meines Vertrauens um Rat fragen. Einfach mal so… Auch wenn ich mir bewusst bin, eine Diskriminierung kann nur von mir ausgehen… oder, Herr/Frau GutmenschInnen?

Peinlich für Deutschland, Sachsen, Leipzig ist nur, dass dieser Jobaushang soviel Bestätigung findet, bis hin zur lokalen Zeitung. Denn etwas anderes war viel interessanter. Unter dem Foto bei Facebook finden sich einige Kommentare, darunter auch:

 C. : Na da nehmt mal eure Schweinespeisen raus…schon mal daran gedacht????

Die Antwort überrascht:

Vodkaria Leipzig Ach, C. … Vielfalt entsteht nicht durch einschränken.

Dabei hatte sich C. nur um die muslimischen Köch*innen gesorgt. Und die Vodkaria sieht eben Vielfalt gern – beim toten Fleisch.

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