91jährige zur Beihilfe zum Mord in 260.000 Fällen angeklagt

Nachdem der Rechtsstaat in Lüneburg (Niedersachsen) Erfolg feiern konnte, geht es nun weiter. Diesmal in Schleswig Holstein. Eine ehemalige Funkerin der Kommandantur des Konzentrationslagers Auschwitz soll von April bis Juli 1944 bei der systematischen Ermordung verschleppter Juden geholfen haben. So der Vorwurf der Staatsanwaltschaft.

Der Rechtsstaat nutzt dazu wiederholt die neue, wenn auch umstrittene Rechtsgrundlage, nachdem die Anklage nicht mehr beweisen müsse, dass eine Person tatsächlich getötet habe oder Beihilfe geleistet habe. Es reicht “am falschen Ort, zur falschen Zeit gewesen” zu sein. Auch die einstige Gesetzeslage oder private Umstände gelten nicht im Bereich der Verteidigung. Nicht einmal, dass man selbst hätte getötet werden können, wenn man den Befehlen nicht Folge leistet. Eine ausführliche Beschreibung findet man im Blog der Zeitschrift “Preussischer Anzeiger Das Volks.Magazin”

2016 soll der Fall an die Gerichte, wobei noch zu klären ist, ob Jugendrecht angewendet werden soll. Bereits seit 2013 ist die Staatsanwaltschaft mit dem Fall betraut.

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