Post von Luley

Lieber Lutz Bachmann,

herzlichen Glückwunsch! Seit 2014 stehen Sie fast jeden Montag auf den Straßen Dresdens. Seit fast einem Jahr bringt das die Linkspresse zum Schäumen. Für Linke gelten Sie als: „Pegida-Idiot“ oder auch schlicht als „Nazi“. Linke sind Hetzer, die Sie, Herr Bachmann, einen „Hetzer“ nennen. Das empfinde ich als gelungene Realsatire.

Nun schäumt die Linkspresse erneut. Und das eine Woche vor der Kundgebung zum Jahrestag Ihrer Bewegung! Ein Teilnehmer hatte am 12. Oktober einen selbst gebastelten Galgen dabei. Den er für Kanzlerin Merkel und ihren Vize, Sigmar Gabriel, reserviert hatte. Zumindest stand das auf einem Zettel, der vom Minigalgen hing. Wäre es ernst gemeint gewesen, hätte der Galgen viel größer sein müssen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen möglicher Aufrufe zu Straftaten.

Komisch nur, dass Linke, die regelmäßig Frau Merkel oder Herrn Gabriel beerdigen, hängen oder köpfen wollen, keine Post vom Staatsanwalt zu befürchten haben. Bei Linken gilt das als „Satire“. Bei Ihnen, Herr Bachmann, ist das aber eine „ernste“ Drohung. Da frage ich mich, warum dann Tausende Linke gegen Sie und die Pegida schon demonstriert haben? Die müssten sich doch alle in ihre Hosen machen und die Türen ihrer Wohnungen von innen verriegeln?

Zwei Tage zuvor, am 10.10., hatten Linke, auf einer Demo gegen das Freihandelsabkommen, TTIP, ein Fallbeil für Herrn Gabriel bereitgestellt. Nein, wie komisch, wie satirisch! Und künstliches Blut soll dabei auch geflossen sein. Herr Staatsanwalt, ermitteln Sie! Nein, das wollen Sie nicht? Das ist Satire? Ich nenne das einseitig und mit zweierlei Maß gemessen. Ein guter Bekannter von mir sagte, will man den Galgen als Strafaufruf werten, muss man schon arg links und krank im Kopf sein. Ich bin mir sicher, Sie, Herr Staatsanwalt, werden keine Klage erheben!

Protestiert haben dagegen Sie, Herr Bachmann, und das zu Recht, auf der Pegida-Facebook-Seite.

Sie warfen Medien vor, die hätten den Galgen größer und bedrohlicher in ihren Ausgaben gezeigt, als er in Wirklichkeit gewesen ist. Ihr Schlagwort von der „Lügenpresse“ traf so einmal mehr ins Schwarze, oder sollte ich sagen: ins Rote? Denn Ihr Vorwurf der „Lügenpresse“ trifft auf Linke zu. Die rechte Presse hat dazu keinen Grund, behaupte ich jetzt frech und rechts!

Ich wünsche Ihnen noch viel mehr Anhänger und möglichst viele Pegidas in ganz Deutschland. Der Name „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ wirkt allerdings schon wie eine Keule. Zum Glück für Sie hat sich bisher noch kein Linker gefunden, der sich von der Länge und der Kompliziertheit des Namens bedroht fühlt. Um Sie und Ihre Bewegung zu kriminalisieren, ist Linken jedes Argument recht. Also: Vorsicht!

Auf weiterhin gelungene Realsatire

Ihr

Wolfgang Luley

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