Was hilft, den Deutschen Michel wach zu rütteln?

Gastkommentar von Hardy Rupsch

 

S T E I N Z E I T M E N S C H
Es ist ein alter Hut: Auswirkungen von Entscheidungen, die erst in einigen Jahren spürbar werden, nehmen wir nicht so ernst. Jean-Claude Juncker hat das richtig eingeschätzt, als er sagte:”Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände… dann machen wir weiter… bis es kein Zurück mehr gibt.”

So und nicht anders gehen die Mächtigen der Welt vor, wenn sie ein Ziel erreichen wollen.
Nehmen wir als Beispiel die Masastricher Verträge.
Da wurde am 07.02.1992 die Einführung einer Gemeinschaftswährung beschlossen. Kluge Regierungen wie die in Groß Britannien oder Dänemark, deren Länder etwas zu verlieren hatten, hielten sich bedeckt, Deutschland ließ sich nötigen mit zu machen. Nur einige Patrioten, “ewig Gestrige”, “Pack” oder auch “Dumpfbacken genannt, protestierten dagegen.

Als mit dem Vertrag Maastricht II 1995 die Ausführungsregelungen vereinbart wurden, protestierten nur die REPUBLIKANER (etwas verspätet) dagegen. 300 REPs standen auf dem Marienplatz vor dem Münchner Rathaus und hielten Schilder mit Texten wie “Rettet die D-Mark” und “Stoppt die EU-Mafia” hoch. 400 Polizisten mußten sie vor 800 schwarz vermummten Linksextremisten schützen. Medienecho: Null.

Zwei Wochen später ging es in München um die Öffnungszeiten der Biergärten. Der Marienplatz konnte die Massen nicht fassen und die Bürger standen noch weit in die Seitenstraßen hinein: über 30.000 waren gekommen, um ihren Freizeitspaß zu verteidigen, was auch Erfolg hatte.

Was ist seitdem alles passiert: Die elementarsten Regeln der Maastrichter Verträge wurden gebrochen. Erst die Begrenzung der Staatsverschuldung von 60 % des BIP und die Neuverschuldungsgrenze von 3 % p.a., dann wurden in der PIIGS-Krise die Banken mit Abermilliarden gerettet, gegen die No-Bailout-Klausel verstoßen und das mehrfach, das nächste Rettungspaket läuft bereits an, die EZB hat die Zinsen auf effektiv unter Null gedrückt und damit die Altersversorgung des Mittelstands sowie die Zusatzrente für die “kleinen Leute” weitgehend zerstört.
All´ diese Maßnahmen gerieren einen Schaden, der in die Billionen Euro geht, der die Zukunft Deutschlands schwerstens belastet und eine Vermögensvernichtung bedeutet, die einem verlorenen Krieg entspricht.

Gibt es deswegen eine Revolution? Werden Ministerien mit Barrikaden belagert und Finanzämter angezündet? Banken gestürmt? Fehlanzeige!

Genau so ausführlich könnte man über den GEZ-Zwangsabgaben-Skandal, die Krankenkassen-Finanzierung, die Plünderung der Sozialkassen durch den Bevölkerungsaustausch und all das Andere sprechen. Es gibt zu viel von diesen Mühlsteinen, die am Halse des Deutschen Michel hängen. Alles Gründe, aufzustehen, Krach zu schlagen, den Generalstreik auszurufen, Regierungen zu stürzen, Neuwahlen zu erzwingen.

Was hilft, den Deutschen Michel wach zu rütteln?
DIE STEINZEITREFLEXE!
Da werden ein paar Hundert Frauen ausgeraubt und begrapscht, ein Dutzend wird vergewaltigt und einige Polizisten werden dumm stehen gelassen.
Schlimme Dinge, die aber Frauenrechtlerinnen und Fernsehredakteure nur zum Teil aufregen konnten. Schließlich ist das alles nicht so schlimm wie auf dem Tahrir Platz in Kairo oder dem Majdan in Kiew und schon gar nicht wie am Tien-An-Men in Peking.
Mehr Armlänge genügt, ja…? Geht´s noch???
Ja! Nein! Doch!
Jetzt bricht sich die Wut in den Leserbriefseiten und Facebook-Accounts Bahn.
Jetzt, erst jetzt erwacht in euch ein neuer Geist, der Volkszorn, der die Wände wackeln läßt.

J E T Z T !

(…und vergeßt endlich mal, Bahnsteigkarten zu lösen, wenn ihr den Bahnhof stürmt…)

 

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