SWR Sendung und Pistorius behindern Werbung auf kritischen Webseiten

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) zeigt was er von Meinungs- und Pressefreiheit hält. Mit den Worten “Es wird dringend Zeit, dass mehr Sensibilität im Umgang mit Werbung auf Webseiten dieser Art Platz greift” mahnt er Werbepartner (Regierungs)kritischer Zeitungen und Webseiten an. 

Mich ärgert am meisten daran die finanzielle Unterstützung, die diesen Seiten damit zuteil wird. Diese Seiten sind ohne Frage geistige Brandstifter, das muss man sehr deutlich so sagen.

zitiert ihn das SWR-Magazin Report Mainz. Mit “diesen Webseiten” sind vor allem PI-News oder die Junge Freiheit gemeint, die der “Report Mainz”nach eigenen Angaben „mehrere Wochen lang beobachtet“ und Werbekunden angeschrieben hatte. Viele Werbekunden hätten daraufhin ihre Werbeanzeigen gestoppt – darunter Lufthansa, Deutsche Telekom, Aldi – bis hin zur Bundespolizei (die vorrangig über die Google-Werbeplattform warben). Die Bundesarbeitsagentur würde die entstandenen Kosten nicht begleichen, erfreut man sich auf swr.de. Gerade das man die Werbekunden anschreibt ist mehr als fraglich, ist doch das Fernsehmagazin gebührenfinanziert – und somit Werbeunabhängig. Wie schwer es ist, beinahe ohne Werbung und Spenden über die Runden zu kommen, könnten sich die Macher der Sendung gern beim Preußischen Anzeiger anschauen. Denn hier gehen alle Beteiligten noch “nebenbei” arbeiten.

Die Internetseite der Jungen Freiheit formuliert:

JF-Chefredakteur Dieter Stein reagierte empört auf den Bericht des SWR-Magazins. „Anstatt unabhängige und privatwirtschaftliche Medien zu diffamieren, sollten sich öffentlich-rechtliche und zwangsfinanzierte Sender wie die ARD und der SWR lieber mit dem eigenen Glaubwürdigkeitsdefizit auseinandersetzen. Damit hätten sie gerade nach der Berichterstattung zu den Übergriffen in Köln und der Asylkrise wahrlich genug zu tun.“ Die JF selbst habe keinen Einfluß darauf, welche Unternehmen über Google auf ihrer Internetseite werben würden, unterstrich Stein. Fest stehe nur, daß die Werbeplätze bei der JF aufgrund steigender Auflage und Zugriffszahlen immer attraktiver würden.

Die Sendung wird heute ab 21:45 in der ARD ausgestrahlt.

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