Attentat auf AfD-Wahlhelfer und warum Gauck Recht hat

Mich schockte gestern diese Meldung aus Karlsruhe. War ich doch selbst vor wenigen Jahren für drei Parteien unterwegs, um ihre Wahlwerbung an Laternen und Mästen in Niedersachsen aufzuhängen, Großplakate an den Kreuzungen aufzustellen.

Und ja, auch damals gab es kritische Blicke und Idioten, die der Meinung waren Plakate herunter reißen zu müssen, sinnleere Kommentare zu rufen, Wege verstellt und dergleichen mehr. Aber nun – mit Waffengewalt? Dabei machte dieser Mann nur seine Arbeit – ob bezahlt oder nicht!

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Ich kann Bundespräsident Gauck verstehen, dass er den Deutschen keine Demokratie zutraut. Ich auch nicht. Denn der Deutsche BILDet sich einseitig und lässt sich von Regierungsparteiprominenten aufhetzen. Nicht nur zu Wahlen. Er ist, umschreiben wir es nett, betriebsblind.

Erinnern wir uns an dieser Stelle an die Anti-Castor-Bewegung. Da wurde “geschottert”, also die Gleise vom Schotter freigelegt. Das dies zur Folge hat, dass Züge entgleisen können, interessierte keinen. Claudia Roth und Cem Özdemir aber auch Frau Künast waren vorn mit dabei, als Staatseigentum demoliert und zerstört wurde. Auf den letzten Metern zum niedersächsischen Castorplatz, Nähe Dannenberg, wurde sogar eine Brücke demoliert. Das dadurch Menschen zu Schaden kommen könnten, interessierte die Anti-Atom-Lobby nicht. Als dann Merkel sich dieser Bewegung anschloss, jubelte das Volk. Egal ob man dadurch auf die sicherste und sauberste Stromquelle verzichtete. Egal, das somit auch Forschungseinrichtungen geschlossen wurden, die für mehr Sicherheit und für eine bessere Stromversorgung sorgten.

Angst vor Strahlung? Ja – aber wenn die Grünen und die Anti-Atom-Lobby den Castortransport in Städten aufhalten, an den Waggons ihre Namen pinkeln, scheint diese Angst überwunden. Als ich vor Jahren dagegen anschrieb und filmte wurde ich nicht nur beschimpft. Ähnlich erging es jenen, die die Landstrasse nutzen mussten, um Geld zu verdienen. Eier und Steine wurden auf Autos geworfen, deren Insassen nur zur Arbeit wollten oder mussten. Gebäude wurde von übermütigen, politisch verstrahlten, Protestlern beschädigt.

Heute nun sind es keine Eier mehr, keine Steine. Heute nun wird die Pistole gezogen, weil man anders denkt, oder auch nur seinen Auftrag erfüllt.

Als ich für jene Parteien Wahlplakate installierte war ich teilweise mit Tschechen unterwegs, die schon damals nur mit dem Kopf schüttelten. War doch die BRD für manches europäische Land immer noch Vorbild in Sachen Demokratie. Wir konnten es nicht verstehen, dass es Mitmenschen gibt, die der demokratischen Grundordnung abschwören, um “demokratische Wahlen” gewinnen zu können.

Doch was will man erwarten, wenn ein Vizekanzler das Volk zum Pack diskreditiert, ein Grünen-Chef das Volk Mischpoke nennt, ein weiterer SPD zum Andersdenkenden Fragesteller Arschloch sagt. Was will man erwarten, wenn Kunst und Kultur eben jenen in die hinteren Öffnungen kriechen, um weiterhin beim Staatsfunk Erfolg feiern zu dürfen? Was will man erwarten, wenn die SPD-Landesführung eigene Demonstrationen untersagt, sich weigert am politischen Prozess teilzunehmen?

Und da wundern wir uns über Gaucks Aussage zum Demokratieverständis der Deutschen? Vielleicht war das der einzig schlaue Satz des Bundespräsidenten:

Die direkte Demokratie kann Gefahren bergen, wenn die Bürger über hochkomplexe Themen abstimmen

Einzig das “hochkomplex” erscheint einem spätestens seit gestern überflüssig.

 

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