Google spendet Laptops und bedroht die Sicherheit

Die Betreiber der Datenkrake Google, bekannt geworden durch ihre Suchmaschine, verdient viel Geld mit Werbung und den Daten der Nutzer. Nun entschloss man sich ein wenig abzugeben. Für Asylbewerber: 25.000 Chromebooks-Laptops sollen an den Flüchtling gebracht werden.  In Zusammenarbeit mit der Telekom, der Nichtregierungsorganisation Nethope und dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB).

Die ersten Geräte wurden bereits an die Bewohnern der Notunterkunft im ehemaligen Rathaus im Berlin-Wilmersdorf übergeben. Dort sind aktuell etwa 1.000 Migranten untergebracht. Die Deutsche Telekom stellt einen kostenlosen Hotspot zur Internetnutzung zur Verfügung – wie in 64 anderen Unterkünften auch.

DAUMEN HOCH AUF FACEBOOK - kostet nix, bringt viel!

Da fragt man sich nicht nur, wann die Telekom allgemein kostenlosen Internetzugang bietet – oder wenigstens das Telefonnetz auf Trab bringt. Immerhin sind zahlreiche Ortschaften in der Bundesrepublik immer noch mit DSL-Zugängen aus dem letzten Jahrtausend oder gar nicht angeschlossen. Aber wozu auch, “… das Internet ist für alle Neuland”. Und warum bekommen nicht einmal alle Schulen es hin, dass jeder Schüler Internetzugang und ein Chromebooks bekommt? In der Bildung liegt doch der Erfolg der Zukunft …?

Als Begründung heisst es: “Mit Hilfe von Google und der 25.000 Laptops soll den Asylsuchenden der Zugang zu Online-Bildungsangeboten und -Informationen erleichtert werden.”

Nach Paris, nach Köln, Bielefeld, Stuttgart, Weil am Rhein, Hamburg, …, …, … fragt man sich jedoch: Können die Empfänger sich jetzt nicht noch besser vernetzen? Noch unkontrollierter Zuschlagen?  Davon jedoch kein Wort.

Viel mehr werden wir in den nächsten Stunden und Tagen erfahren, wie toll doch diese Aktion ist. Schliesslich können die Nordafrikaner nun nach hause chatten und uns erzählen, wie sie Frau und Kind vermissen, die man nur aus finanziellen Interesse verließ. Im Umkehrschluß sollte also die Bundesregierung mit der Telekom nun dafür sorgen, dass jeder Handelsvertreter, jeder Dienstreisender nun Internet kostenfrei “to go” hat.

Und der Arbeiter-Samariter-Bund sollte sich die Frage gefallen lassen, ob Laptop verteilen wirklich die Aufgabe des Vereins ist oder ob in den Statuten nicht andere Wertigkeiten aufgeführt werden.

Aber wer bei dieser Aktion nicht mitklatscht ist eben rechts, Pack und Nazi. Und so berichten die Zeitungen freudestrahlend von der Google-Werbeaktion die mit staatlichen Geldern, dank Vereinsrecht und Spendenberücksichtigung beim Fiskus, durchgeführt werden. Kurzgesagt: Nicht Google spendet, nicht der ASB, nicht Nethope, nicht Telekom – sondern der Steuerzahler!

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