92jährige vor Gericht – Sie war Funkerin in Auschwitz

Helma M., 92 Jahre alt, lebt in einem Seniorenheim in Neumünster.
Nun ist sie wegen Beihilfe zum hunderttausendfachen Mord angeklagt.
Sie war vorüber 70 Jahren Funkerin und hielt Kontakt zu anderen Dienststellen.
Ihr Verhängnis ist,dass sie ihre Pflicht in Auschwitz ausübte was für die Strafverfolger Beihilfe zum
Mord bedeutet.
Sie ist nur eingeschränkt verhandlungsfähig, könne allerdings an zwei bis drei Tagen pro Woche für eine Stunde der Verhandlung folgen, heißt es in einem Gutachten.
Kann diese Frau sich überhaupt noch verteidigen? Aber selbst das wäre egal, ihre Schuld steht schon vor der Verhandlung fest. DIE WELT fragt:

Kann eine Funkerin denn eine Mordgehilfin sein? Hat sie nicht “nur gefunkt”? In den Augen der Generalstaatsanwaltschaft des Landes Schleswig-Holstein hat Helma M. geholfen, den Holocaust zu organisieren und war in der Zeit vom 25. April 1944 bis zum 9. Juli 1944 in Auschwitz am Mord von 260.000 Menschen beteiligt.
[…]
Es werden Zeugen und Nebenkläger aus Kanada, Ungarn und Israel im Kieler Prozess erwartet, die berichten werden, wie sie an der Rampe von ihren Familien getrennt wurden, wie sie erfuhren, dass ihre Liebsten ermordet und verbrannt wurden, und wie sie die Monate in Auschwitz überlebt haben.

Wir haben genug gebüßt und büßen noch heute. Wenn es so weitergeht, wird mein Enkel noch büßen müssen. Irgendwann muss einmal Schluss sein.

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