Hellseher Gaddafi?

Die Prophezeiung vom ehemaligen lybischen Staatspräsidenten Gaddafi wollte keiner hören. War er doch der Böse, der Diktator aus westlicher Sicht. 

Er war derjenige, der sich aus dem internationalem Finanzsystem verabschiedete – das war sein Todesstoß. Er war der, der Strom und Wasser für seine Bürger kostenfrei bereitstellte, Bildung ermöglichte – und vor allem für Frieden sorgte. Eben, kurz gesagt, war für den Westen der Teufel in Person.

Nun, gut 6 Jahre nach dem Mord an den lybischen Machthaber, erhört man seine Worte. Zu spät:

“Ihr sollt mich recht verstehen. Wenn ihr mich bedrängt und destabilisieren wollt, werdet ihr Verwirrung stiften, Bin Laden in die Hände spielen und bewaffnete Rebellenhaufen begünstigen. Folgendes wird sich ereignen. Ihr werdet von einer Immigrationswelle aus Afrika überschwemmt werden, die von Libyen aus nach Europa überschwappt. Es wird niemand mehr da sein, um sie aufzuhalten.”

Diese Worte äußerte Muaamar al-Gaddafi, in einem Interview mit dem französischen Journal du Dimanche, im Februar 2011.

Nicht nur der Demokratiebringer, der Westen, hat diese Situation unterschätzt, obwohl Warnungen ausgesprochen wurden. Gaddafi hatte es geschafft, verfeindete Clans, Sippen und religiöse Gruppen zu vereinen. Durch die Intervention der USA und dessen Partner, wurde nicht nur die Situation verschärft. Viel mehr legte man es auf Unruhen bis zum Bürgerkrieg an und verzichtete auf die Weitsicht. Medial ging es um die Demokratie, um Menschenrechte. Intern um Öl, Geld und Macht.

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