Berlin: Obdachlose müssen Asylanten weichen

Ehemalige Obdachlose, die in einem Gästehaus in Berlin-Mohabit wieder ein Dach über dem Kopf gefunden haben, wenn es auch nur ein Zimmer ist, kämpfen um ihr Wohnrecht.

Zum 31. Januar sollten sich die Bewohner allerdings eigentlich eine neue Unterkunft suchen. Der Betreiber des Gästehauses, dem vom Hausbesitzer gekündigt worden war, hatte sie darüber informiert. Der Grund: Der Besitzer hat einen Vertrag mit einem neuen Betreiber geschlossen: Das “Gikon Hostel” aus Berlin soll ab März dann mehr als das Doppelte an Miete zahlen,

berichtet rbb.

Mit Asylanten lässt sich mehr Geld verdienen, daher sollen sie raus. Zwei Jahrzehnte lang lang überwies das Jobcenter, bzw. das Sozialamt, die Miete von zuletzt 22,50 € pro Person und Nacht.
Bei 33 Obdachlosen sind es 22.000 € pro Monat.

Für einen Asylanten jedoch zahlt die Stadt 50 € pro Nacht, hier ist sogar eine Mehrfachbelegung der Zimmer, anders als zuvor, möglich. Die Einnahmen steigen langfristig auf ein Mehrfaches.

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Die rechtliche Lage hierzu ist noch unklar,denn es gibt noch keine neuen Verträge:

Ob diese Praxis rechtlichen Bestand haben wird, ist unklar, denn der Bezirk hat weder einen Vertrag mit dem Hausbesitzer noch mit dem neuen Betreiber. Um das festzustellen, müssten aber entweder der Besitzer oder der neue Betreiber klagen.

Ab 1.März soll der neue Mietvertrag laufen, die Miete beträgt dann 23.000 € im Monat. „Gikon“ signalisiert bereits, aus dem Vertrag aussteigen zu wollen. Doch dies muss wahrscheinlich vor Gericht geklärt werden.

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