Professor soll ein Nazi sein, weil er Merkels Asylpolitik kritisiert!

Wenn Gutmenschen, Linke und Grüne um ihre Deutungshoheit kämpfen

 

Höre ich Vorwürfe wie: „Hetze!“, „Intoleranz!“ oder „Fremdenfeindlichkeit!“, denke ich immer: Hat da schon wieder einer die Wahrheit gesagt?

In diesen Tagen schallt es aus allen Ecken: Dieser sei ein Nazi, jener ein Ausländerhasser und wieder ein anderer sei ein rechter Populist. Mich interessieren solche Vorwürfe kaum, da diejenigen, die sie erheben meist Gutmenschen, Linke, oder Grüne sind. Also die üblich Verdächtigen.

Diesmal treffen die Vorwürfe einen Rechtsprofessor. Da wir in politisch korrekten Zeiten leben, muss ich wohl „Rechts – Professor“ sagen? Ich mache es mir einfach und sage: Ein Jemand mit gesundem Menschenverstand. Woher ich das weiß? Weil es meist zutrifft und besonders in diesem Fall.

Ich spreche vom Leipziger Juraprofessor Thomas Rauscher.

Er hat die Asylpolitik von Kanzlerin Merkel kritisiert. Hat er sie beleidigt? Hat er ihr gedroht? Nein. Er nahm Artikel 5 des Grundgesetzes in Anspruch, indem er seine Meinung zu Merkels Asylpolitik sagte. Dass einer Kritik hat, ist normal – oder etwa nicht? Scheinbar bildet Deutschland eine Ausnahme der Regel. Hier wahren Gutmenschen, Linke und Grüne ihre Deutungshoheit, indem sie ihren Kritikern vorwerfen, sie seien Nazis, Ausländerhasser oder rechte Populisten. Man sollte aber nicht den Fehler riskieren und auf ihre Vorwürfe eingehen. Es gilt die Kampfregel: Wer sich rechtfertigt, hat verloren.

Wie Kritiker, unter denen auch einige seiner Studenten sind, reagieren, kann man nachlesen. Auf dem Kurznachrichtenportal Twitter sendet der Professor regelmäßig Beiträge. Am 29. Januar etwa schrieb er: „wenn Deutschland voll ist, sollten bitte nicht die Zuwanderer entscheiden.“ Und später, 30. Januar, schrieb er: „Diskussion? Nein, organisierte Hetze auf andere Meinung.“ Wer diejenigen sind, die gegen ihn hetzen? In einem Beitrag vom 30. Dezember 15 schreibt er: „Wenn man Illegale nicht mehr ausweisen kann, ohne dass Gutmenschen sich inszenieren …“

„Inszenierung“, das trifft sicher zu, ich sehe es aber als Kampf um Deutungshoheit. Liest man sich die Beiträge von Herrn Rauscher durch, muss man sich fragen, was er ausgefressen haben soll? Er hat in keinem Beitrag eine Meinung geäußert, die den Staatsanwalt auf den Plan rufen müsste. Sieht man es genau, reden wir hier von heißer Luft. Die Aufregung, die es geben kann, erkläre ich mir so, dass wir hier von einem Professor reden, der Studenten Meinungen vermittelt, die die roten und grünen Politiker nicht hören wollen.  Sie haben Angst, es könnten Professoren nachwachsen, die ähnlich wie Herr Rauscher dächten. Und das käme ihnen vor, wie der Untergang des Abendlandes.

Ob Professoren, wie Herr Rauscher, aussterben werden? Ich glaube nicht. Der Professor hat in den Beiträgen nichts mitgeteilt, auf das nicht auch andere Bürger, von sich aus, kommen könnten. Man muss kein studiertes Licht sein, um zu wissen, dass Kanzlerin Merkel den Bundestag umgeht, wenn sie weiterhin auf ihrer Asylpolitik besteht. Es interessiert sie auch nicht, was das Volk denkt. Was sie hingegen sagt, sind Durchhalteparolen, wie etwa: „Wir schaffen das!“ Dieser Satz fiel ihr sicher ein, als sie in ihrem warmen Kanzlerbunker saß und Tee aus einer goldenen Tasse schlürfte.

Interessant, in dem Zusammenhang, ist ein Interview der taz, dass vor wenigen Tagen mit Wolfgang Merkel, einem Demokratieforscher, geführt wurde. Er nannte Kanzlerin Merkels Asylpolitik „illiberal“, was noch fein ausgedrückt ist. Er hätte „diktatorisch“ sagen müssen, aber egal. Wolfgang Merkel hat seine Kritik auf den Punkt gebracht, als er sagte: „Die Kanzlerin hat die Bürger entmündigt.“ Stimmt, das hat sie. Sie regiert am Bundestag vorbei und pfeift auf die Volksmeinung. Aber Putin, Russlands Präsidenten, beschuldigen, er unterdrücke die Meinungsfreiheit seines Landes!

In diesem gesellschaftlich – politischen Klima schreibt also Herr Rauscher seine Beiträge auf Twitter. Aber nicht Angela Merkel wird kritisiert, sondern Rauscher. Bezeichnend, was er am 05. Februar 16 schreibt: „Den Stud die sich meiner Schämen wünsche ich einen verfassungskonformen Umgang mit der Meinungsfreiheit.“

Da muss also ein Professor seine Studenten bitten, sie mögen mit anderen Meinungen umgehen, wie das zivilisierte Menschen zu tun pflegen. Ich behaupte, Studenten, die an den gerechten Umgang mit Andersdenkenden erinnert werden müssen, sollten lieber in die Erziehungsanstalt als an die Uni.

Ginge es um den Studentenrat der Uni Leipzig, verlöre der Professor seinen Posten an der Uni. Für meine Begriffe klingt das nach Hexenjagd. Lebten wir im Mittelalter, würde der Professor jetzt auf dem Scheiterhaufen brennen. Er hat eine andere Meinung – wie kann er bloß!

Interessant ist noch zu erwähnen, dass die „Leipziger Internet Zeitung“ Rauscher vorhält, er verhalte sich „irrational“. Wisst ihr, liebe Leser, an was mich das erinnert? An ein Zitat von George Orwell.

George Orwell sagte: „Je weiter eine Gesellschaft von der Wahrheit wegtreibt, desto mehr wird sie diejenigen hassen, die diese aussprechen.“

Was unsere Demokratie braucht, sind Leute wie Rauscher. Mögen sie von ihren Gegnern „Nazis“ oder „Ausländerhasser“ oder „rechte Populisten“ genannt werden. Sie sind die Rationalen, Gutmenschen, Linke, oder Grüne, also die, die am Lautesten schreien, dass sie Demokraten seien, das sind die Irren.

Professor Rauscher mag ein rechter Professor sein, ein „Rechts – Professor“, doch für mich ist er der rechte Professor!

Der Fall „Thomas Rauscher“ beweist das nur wieder einmal mehr.

 

http://www.tagesspiegel.de/politik/demokratieforscher-wolfgang-merkel-im-interview-die-kanzlerin-hat-die-buerger-entmuendigt/12959560.html

https://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2016/juraprofessor-geraet-wegen-asylkritik-in-bedraengnis/

http://www.l-iz.de/leben/gesellschaft/2016/02/der-fall-rauscher-die-uni-leipzig-und-die-neue-irrationalitaet-der-alten-eliten-126397

http://preussischer-anzeiger.de/2016/02/16/kritik-merkels-asylpolitik-auslaenderfeindlichkeit/

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