Russische Jets beobachten deutsche Tornados

Russische Jagdflugzeuge begleiten die deutschen Tornados während ihrer „Aufklärungsflüge“ über dem syrischen Luftraum. Eine Abdrängung oder Abfangmanöver fänden jedoch nicht statt, bestätigt Generalleutnant Joachim Wundrak, Kommandeur des Zentrums Luftoperationen der Bundeswehr, gegenüber RP Online.

Laut Wundrak sei dies eine politische Machtdemonstration. Völlig zurecht erkennt er “dass sie [die Russen] im Gegensatz zu der internationalen Anti-IS-Koalition auf Einladung der legitimen syrischen Regierung unterwegs sind”.

Deutsche Militärflugzeuge haben dort hingegen rein gar nichts zu suchen. Durch die Hilfe Russlands, in Form von Kampfjets und Hubschrauber, ist auch die syrische Luftwaffe wieder aktiv.

Die USA und Russland hätten aufgrund der über 100 Kampfflugzeuge, die über Syrien unterwegs sind, eine Art rotes Telefon eingerichtet, um Kollisionen zu vermeiden. Es würde so rechtzeitig über geplante Missionen und Flugrouten informiert, behauptet Wundrak.

Ein führender syrischer Offizier ließ dem Sender CNN ausrichten, dass Russlands eingreifen in Syrien ein Segen sei. Durch die russische Luftüberwachung, würde rechtzeitig vor IS-Angriffen gewarnt, somit Präventivschläge erfolgen können, berichtet n-vt. So weiter:

Westliche Staaten und die USA werfen Russland dagegen vor, vermehrt gegen syrische Rebellen statt gegen den IS vorzugehen. Das entspreche nicht der Wahrheit, so der Syrer – wenngleich er einräumt, dass andere Frontlinien derzeit Priorität hätten. “Natürlich beziehen sich unsere Operationen auch auf Latakia und Aleppo”, erklärt er. “Zurzeit ist unsere Priorität, die Grenze zur Türkei zu schließen, um die Versorgung aller Rebellengruppen zu kappen.”

 

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