Armut als Abschreckung

12,5 Millionen Menschen leben in Deutschland in Armut, so der Paritätische Wohlfahrtsbericht. Dabei ist die BRD eines der reichsten Länder der Welt und hat Milliarden Überschüsse in Steuern und Abgaben.

Doch dies wird nicht für soziale Gerechtigkeit genutzt. Mehr noch, die Armut wird gefördert – und dient als Abschreckung!

Die größten Vermögenwürden von der Besteuerung freigestellt. Butterwegge listet auf: Senkung des Spitzensteuersatzes auf 42 Prozent, Senkung der Körperschaftssteuer auf 15 Prozent, und eine Kapitalertragssteuer von pauschal 25 Prozent.

Dagegen sei die Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent erhöht worden. “Das trifft die alleinerziehende Mutter, wenn sie Windeln kaufen muss.”

erklärt der kapitalismuskritische Wissenschaftler und Autor  Christoph Butterwegge der Nachrichtenseite von t-online. Butterwegge kritisiert zudem die Politik für das untere Ende der Einkommensskala: Die Hartz-IV-Sätze seien nicht so stark gestiegen wie die Inflation. Allein Energiekosten haben sich deutlich verteuert. Empfänger der Sozialleistung seien daher heute schlechter gestellt als 2005. Zusätzlich stiegen die offenen und versteckten Abgaben, von EEG, Ökoabgaben bis GEZ (Rundfunkbeitrag).

Als armutsgefährdet gilt in Deutschland, wer über weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung verfügt. 2014 lag der Schwellenwert für eine allein lebende Person bei 987 Euro. Für zwei Erwachsene mit zwei Kindern unter 14 Jahren lag der Schwellenwert bei 2072 Euro im Monat. Anders gesagt: 2 Minijobs sind immer noch Armut – und wer von viert von 2000 € leben kann, ist nicht nur ein Überlebenskünstler. Denen sollte das Bundesverdienstkreuz übergeben werden, für die Schonung der Ressourcen.

Viele Arbeitnehmer leben zudem nur knapp über diese Armutswerte, so dass sie, früher oder später die Armut, nach der Statistik, erreichen werden. Zudem rutschen alle diese Personen später ungewollt in die Altersarmut “Mutti und Schröder sei Dank!”

Auf diese Drohkulisse baut sich das bundesdeutsche Wirtschaftssystem auf – und möchte daher die Globalisierung, also den Imperialismus, fördern, koste es was es wolle – es zahlen die Armen!

Gesamt
0 von 5 Sternen bei 0 Abstimmungen.
Deine Bewertung:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.