Ist die eigene Meinung Verrat am Vaterland oder nicht?

Der freien Bevölkerung muss es erlaubt sein, die Entscheidungen seines Staatsoberhauptes zu hinterfragen und diese bei Regelverstößen, juristisch zur Verantwortung zu ziehen. Doch kommt genau hier der kleine aber feine Gewissenskonflikt, welche die Mehrheit scheinbar handlungsunfähig macht: Ist die eigene Meinung Verrat am Vaterland oder nicht?

Aber wo fängt Verrat an und wo hört die systemkritische Meinung auf oder ist Verrat am Vaterland, wenn das Volk im sinne der Vernunft handelt und seine Staatsoberhäupter sowohl hinterfragt, als auch für deren Fehler rechtlich und juristisch zur Rechenschaft zieht, gar kein Verrat!?
An dieser scheinbar so einfachen und unbedeutenden Frage, scheitern viele Menschen. Denn die Frage ist weitaus komplexer, als es auf den ersten Blick den Anschein hat. Sie umschließt nämlich das ganze Empfindungsvermögen des einzelnen Individuums. Es führt unter anderem zu Verlustängsten, Zweifel, Gewissensbissen und vielem mehr. Denn sobald man seine Staatsoberhäupter hinterfragt, geht man zwangsläufig das Risiko ein, dass das was man findet oder erkennt, einem alles was man bis Dato hörte, sah oder las als nicht ganz wahr oder schlimmeres entlarvt. Kurz gesagt: Die Welt, wie man sie kennt, bricht gegebenenfalls wie ein Kartenhaus zusammen.

Denn man gibt quasi seine Sicherheit auf und muss aufgrund seiner neuen Erkenntnisse, noch einmal ganz von vorne anfangen.
Doch bevor man neu beginnen kann, kehrt man tief in sich hinein und man grübelt Tage, Wochen, Monate lang darüber nach, bis man schließlich das Ausmaß begriffen hat und seinen Kurs der Hinterfragung beibehält oder daran zerbricht und alle Handlungen seiner Staatsoberhäupter resigniert erduldet bzw. in einer Art Wachschlaf fällt, um wenigstens einigermaßen gut weiter leben zu können.

Zwischenstation Verschwörer und Co

Jene Personen die ihre Führung hinterfragen und ihren Kurs der Hinterfragung beibehalten, werden umgangssprachlich als “aufgewachte“ bezeichnet. Denn wie eben erwähnt, nehmen jene Personen ihre Umwelt mit allen Sinnen wahr. Dadurch entgeht ihnen beinah gar nichts und sie wissen Dinge bzw. erkennen die Folgen aus Handlungen, bevor diese offiziell bestätigt werden. Aufgrund der Tatsache das die “Aufgewachten“ eigenständig denken, handeln und somit auch logisch richtige Rückschlüsse ziehen können, werden solche Personen meist in irgendeine dubiose Ecke gestellt. Die wohl bekannteste Bezeichnung dafür ist wohl das Wort >Verschwörungstheoretiker oder Whistleblower<. Diese Worte beschreiben jene Menschen, welche von der Führung, verschleierte Wahrheiten oder Handlungen aufdecken und sowohl mit handfesten beweisen, als auch stichhaltigen Argumenten dokumentieren können. Solche sog. Verschwörungstheoretiker oder Whistleblower könne für das System eine Gefahr darstellen und werden deshalb von der Politik öffentlich denunziert, wodurch man verhindern will dass das Volk auf die Idee kommt ihre Staatsoberhäupter zu hinterfragen. Auch ist es mittlerweile so, das die Haupt-Presse oder Leitmedien, im Auftrag der Politik handeln und berichten, so das man dem Volk eine Meinung vorgibt. Die Bevölkerung denkt dann zwar das sie eine eigene Meinung habe, während es in Wahrheit von der Politik manipuliert wird. In einem solchen System seine Staatsoberhäupter zu hinterfragen, ist wenig sinnvoll aber dennoch moralisch richtig.
Jedes Land indem die Bevölkerung keine eigene Meinung haben und seine Staatsoberhäupter nicht hinterfragen darf, ohne gleich in irgendeiner Form denunziert zu werden, besitzt keine Demokratie. Das Menschen in einem solchen Land Angst haben, ihre Staatsoberhäupter zu hinterfragen ist kein Wunder. Denn selbst Journalisten welche gemäß der >Pressefreiheit < die Bevölkerung informieren, werden dort einfach weggesperrt. Einzig in einer echten Demokratie, kann ein Journalist innerhalb des rechtlichen, neutral und auf Fakten basierend berichten.

Mögliche berufliche Folgen

Aber zurück zum Thema. Denn die weitreichenden Folgen des Hinterfragens, sind ebenfalls nicht außer acht zu lassen. Dazu zählen im besten Fall der Verlust von Freuden, im schlimmsten Fall der Verlust von allem was einem heilig ist. Auch der Arbeitsplatz ist dadurch in Gefahr, weil immer mehr auf die Gesinnung des anderen achten, anstatt die Person nach ihrem Können und den damit verbundenen Fähigkeiten, zu beurteilen. So werden Personen, welche systemkritisch sind, gerne von ihren systemtreuen Kollegen schief angesehen oder gemobbt. Auch gibt es Kollegen welche es nur gut mit einem meinem und damit drohen, dem Chef die Ansichten ihres systemkritischen Kollegen zu melden. Dies hat je nach Arbeitsplatz, sowie der moralisch-politischen Gesinnung und anderen Neigungen des Chefs, gravierende oder auch gar keine Folgen haben. Sollte der Chef durch den systemkritischen Angestellten einen Schaden für sein Unternehmen sehen, so wird dieser seinen Angestellten womöglich im Auge behalten. Es kann aber auch sein das man unverzüglich zu seinem Chef zitiert und von diesem zu seinen Ansichten befragt wird. Dies führt dann im günstigsten Fall dazu, das man zwar behalten aber weder mit den Kollegen noch mit Kunden über “grenzwertige“ Themen zu sprechen. Doch kam es auch schon vor das jemand gekündigt wurde, nur weil er auf Facebook bei einer bestimmten Seite auf “gefällt mir“ drückte. Man muss jedoch hierbei beachten, das eine gefällt-mir-Angabe nicht gleichbedeutend mit ich-bin-voll-dafür ist, sondern lediglich der Informationsbeschaffung dienen kann. Allerdings wird diese Tatsache gerne und vermutlich auch bewusst übersehen.

Mögliche gesellschaftliche Folgen

Neben den Folgen im beruflichen, gibt es auch gesellschaftliche Folgen. Wer in der Öffentlichkeit seine Meinung äußert und damit nicht mit der gängigen Meinung der breiten Mehrheit übereinstimmt, landet unweigerlich am Rande der Gesellschaft. Im weiteren muss man heutzutage schon innerhalb seines Freundes- und Bekanntenkreises aufpassen, was und vor allem wie man etwas sagt. Auch wenn man die Gesinnungen der einzelnen Personen kennt, kann es passieren das sie sich von einem entfernen oder zumindest versuchen die systemkritische Haltung des Freundes/Bekannten zu korrigieren, so das dieser wieder zur “indoktrinierten Maße“ gehört. Sollte der Systemkritische jedoch bei seiner systemkritischen Haltung bleiben, steht er ganz schnell ohne Freunde und/oder Bekannte da. Man wird somit faktisch zum Einzelgänger und muss fortan um sein Überleben kämpfen. Es sei denn, man verschweigt seine Gesinnung und wechselt zur Neutralität. Nur braucht man dazu eine sehr hohe Selbstbeherrschung, weil man sich in gewissen Punkten selbst verrät oder die eigene Geduld bei manchen Themen, sehr stark strapaziert wird. Ein hohes Maß an Selbstbeherrschung und ein unerschütterliches Selbstbewusstsein, sind ebenfalls von Vorteil. Letzteres hilft einem auch dabei, um als aller letzten Ausweg als Einzelgänger zu überleben.

Kurzum:

Das Volk wurde in den vorangegangenen Jahrzehnten von Politik und Medien bearbeitet, das sämtliche systemkritischen Bemerkungen als Verschwörung, Lüge oder anderes abgestempelt wird, selbst wenn es mit zahllosen Fakten bewiesen werden kann.
Die Mehrheit der Bevölkerung lebt deshalb in dem Irrglauben, jeden Fehler ihrer Staatsoberhäupter zu dulden. Auch wenn es keinen Verrat am Vaterland darstellt, so ist es dennoch innerhalb der Gesellschaft verpönt eine eigenen Meinung zu haben, sofern diese der Gesinnung der Mehrheit widerspricht. Die Folgen davon sind, ums kurz zu machen, die gesellschaftliche und unter Umständen auch die berufliche Isolation. Leider kann man aufgrund dieser Tatsachen das Volk nur als “neutrale Kraft“ aufklären und über Ungereimtheiten z.B. in der Politik informieren oder macht die Bevölkerung indirekt freundlich auf die wenigen und weitestgehend unbekannten neutralen Medien wie den preussischen Anzeiger (PA) aufmerksam machen.

Das Fazit:

Das Hinterfragen der Handlungen seiner Staatsoberhäupter stellt zwar keinen Verrat am Vaterland dar, allerdings ist der drohende Ausschluss aus der Gesellschaft, sowie der Verlust von Freunden, Bekannten und dem Arbeitsplatz eine nicht zu unterschätzende Kraft, welche die Mehrheit von der öffentlichen Äußerung einer systemkritischen Meinung abhalten. Wobei man hierbei beachten muss, das von Tag zu Tag mehr Menschen auf die Missstände aufmerksam werden und es somit nur noch eine Frage der Zeit ist, bis bei der Bevölkerung die politisch und medial gewollte Meinungsmache (theoretisch) nicht mehr funktioniert. Zumindest wäre dies der Menschheit zu wünschen, denn eines Tages ist zu spät und eine Rückkehr zur Demokratie ist ohne unschöne Auseinandersetzungen nicht mehr möglich. Denn noch befindet sich die Menschheit in einer Position, die eine friedliche Wendung zulässt.

Anhang:
Dieser Artikel ist lediglich eine Einschätzung des oben genannten Verfassers “Daniel Bischoff”, zu dem Phänomen das viele Menschen ihre Meinung nicht oder nur sehr ungern öffentlich äußern. Alles leicht verständlich verpackt als Antwort auf eine einfache und zugleich sehr schweren Frage.

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