Peter Lustig ist tot – Das Niveau des deutschen Fernsehs ist es schon lange!

In den vergangenen Tagen ging die Meldung durch die Medien, dass der aus der Kindersendung “Löwenzahn” bekannte Peter Lustig gestorben ist. Zwischen 1980 und 2005 erklärte er Generationen von Kindern einfach und sympathisch wie so manches funktioniert und wie die Welt aufgebaut ist. Am Ende blieb etwas Wissen neben der Unterhaltung hängen. Auch ich habe “Löwenzahn” als Kind gern geschaut. Selbstverständlich habe ich rein geschaltet, als das ZDF zum Andenken an Peter Lustig die “Löwenzahn”-Nacht brachte. Das war nicht nur eine interessante Reise in Erinnerungen. Es war leider eine schockierende Erfahrung. Schlagartig wurde mir dabei bewusst, wie niveaulos heutiges “Kinderprogramm” ist. Wenn man in den Morgenstunden Super-RTL, KiKa und ähnliche Sender anschaut, ist Spongebob Schwammkopf das gehaltvollste, was man entdecken kann. Bildungsauftrag? Nicht zu erkennen! Ganz im Gegenteil sind viele dieser “Kindersendungen”, ich schreibe das bewusst in Anführungszeichen weil dieses Programm so einen Namen kaum noch verdient, schon Teil einer teuflischen Propaganda. Alles dreht sich um eine multi-kulturelle Eierkuchenwelt in der nur Duckmäusertum und Toleranz gepredigt wird. Der Wille zur Leistungsbereitschaft wird so aberzogen und eine falsche Realität vermittelt in der das unrealistische Miteinander vieler Kulturen auf engstem Raum funktioniert. Die tatsächliche Realität holt die schutzlosen und unvorbereiteten Kinder im Schulalltag schnell ein wenn das erste Migrantenkind noch nichts von der heilen Welt gehört hat und sich im jugendlichen Kräftemessen einfach ausprobiert statt nach dem Toleranzgequatsche alles zu respektieren und sich nicht zu wehren. Ein Sprachgewirr ist zudem im Kinderfernseh zu hören. Vom übrigen Programm ist man das schon lange gewohnt. Kinder sollen so angeblich Englisch und andere Sprachen lernen. Schade das die meisten noch als Jugendliche oder gar Erwachsene die Deutsche nicht richtig beherrschen. Auch banale Sendungen meiner Kindheit, wie etwa die “Gummibärenbande”, haben immerhin eine ordentliche Artikulierung in Deutscher Sprache aufgewiesen.

Doch nicht nur das Kinderprogramm ist alles andere als pädagogisch wertvoll. Was den “Erwachsenen” zugemutet wird, ist noch schlimmer. Das berüchtigte “Harz-4-TV” bietet alles von abartig schlechten Schauspielern über unrealistisch erfundene Geschichten von Nachbarschaftsstreits, Intrigen, Liebeskummer und Kriminalität. Moral und Anstand sucht man vergebens. Traurig, wenn ein Publikum sich so die Zeit vertreibt. Abends geht es dann mit irgend welchen US-Krimis weiter welche die Anleitung zu Mord und Gewalt beinhalten. An den Bildern der Obduktion von Leichen erfreuen sich die nächsten Millionen. Andere tun sich das Gejaule von selbsternannten Musikanten bei “Deutschland sucht den Superstar” an. Schon der Name ist irreführend. Denn “deutsch” wird dabei kaum gesungen. Wenn dann eine dieser Darbietungen zu Ende ist und man noch hofft, die Bewertung fällt entsprechend aus, wird man direkt enttäuscht. Musik, die meine Katze in mancher Nacht besser hin miaut, wird auch noch gelobt und betont, was daran alles gut war. Wie abgestumpft muss ein Gehör sein, dass so etwas nicht weh tut? Aber gut, dass trifft auf den überwiegenden Teil des Radioprogramms auch zu. Höchstens SWR 4 ist noch erträglich.

Diese Zeilen entstanden übrigens, wärend im Hintergrund eine Wiederholung der Sendung “Musik liegt in der Luft” mit Dieter Thomas Heck aus dem Jahre 1992 lief. Ein himmelweiter Unterschied! Noch besser waren Hecks alte Hitparaden der 70er und 80er. Unvergessen seine markanten Ansagen, welche überwiegend Musik ankündigten, in der sich noch die Seele eines Volkes wieder spiegelte. Nicht nur die Melodie war harmonisch. Auch der Text war angenehm formuliert und oft anspruchsvoll. Es steckte in der Unterhaltung noch etwas Wissen und Kultur. Ich schaue die Wiederholungen gerne. Auch alte Filme und Serien die weit vor meiner Zeit auf Sendung gingen, sind mir überwiegend bekannt. Und immer wieder fällt mir traurig auf, dass irgend wo zwischen den 70ern und 90ern Niveau und Kultur verloren gingen. Wie konnte nur aus dem “Königlich-Bayrischen Amtsgericht” “Richterin Barbara Salesch” werden? Selbst “Disco” von Ilja Richter hatte noch viel mehr zu bieten als jede RTL-Musiksendung.

Ist man sich dieses Kulturverlustes erst einmal bewusst wundert es nur noch wenig, dass so viele keine positive Verbindung mehr zu ihrer Heimat haben. Mit der Kultur sterben meist auch die Völker. Ob dieser Zerfall noch einmal kompensiert werden kann, wage ich nicht einzuschätzen. Ich jedenfalls hoffe es und schaue so lange weiter die Wiederholungen aus kulturell besseren Zeiten.

Gesamt
0 von 5 Sternen bei 0 Abstimmungen.
Deine Bewertung:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.