Deutschland wer bist du?

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Ich las die vergangenen Tage einige Artikel meiner Kollegen Jan Jaeschke und Chrstian Schwochert in denen es um unsere Kultur, unsere Heimat und indirekt auch um unsere Traditionen geht. Dieser Artikel behandelt alle genannten Themen und bietet zugleich einen kleinen Einblick in die Geschichte der Deutschen.

Lage und Errungenschaften

Deutschland befindet sich im Herzen Europas. Es bietet klimatisch sehr viel Abwechslung und erstreckt sich in seinen heutigen Grenzen von der Nordsee bis zu den Alpen und von der Oder bis an den Rhein. Sein Reichtum gründet auf seiner Lage und der damit verbundenen natürlichen Vielfalt, welche seine Bewohner prägte und zu dem machte, was sie einst waren und noch heute sind. Deutschland wurde zum Land der Dichter und Denker, brachte sowohl technologische als auch wissenschaftliche und kulturelle Fortschritte hervor, von welchen die Welt noch heute profitiert. Doch dazu später mehr.

Was ist Deutschland?

Beginnen wir doch besser damit, wie alles begann bzw. mit dem wer oder was Deutschland überhaupt ist. Denn Deutschland ist nicht nur Deutschland und dessen Bewohner, sind nicht nur Deutsche. Auch wenn uns das die Schulen im Geschichtsunterricht lehren, steckt hinter den Wörtern “Deutschland“ und “Deutsche“ sehr viel mehr. Es handelt sich bei den Deutschen um viele verschiedene Nationen, mit unterschiedlicher Kultur und unterschiedlichen Traditionen, welche die deutsche Sprache als Gemeinsamkeit haben. Diese Gemeinsamkeit verhalf ihnen auch schwere Zeiten zu überstehen und verhalf ihnen, sich über Jahrhunderte gegen Feinde von außen zu behaupten. Es ist somit ein Bund der deutschsprachigen Nationen, zu welchem unter anderem die Schwaben, Sachsen, Friesen, Rheinfranken, Teutonen, Germanen und Franken gehören.

Es gab Zeiten, da bekämpften sie sich gegenseitig und zu anderen Zeiten, kämpften sie gemeinsam gegen einen Feind von außen. Sie behaupteten sich gegen das Römische und zuletzt gegen das Weströmische Reich, bis dieses schließlich unterging. Das Volk der Franken, welches zu Anfang vom Geschlecht der Merowinger (5.Jahrhundert bis 751) und später von deren Hausmeier, den Karolingern (ab 751) geführt wurde.
Das Fränkische Reich zerfiel wenige Jahre nach Karl dem Großen, in West- und Ostfranken. Aus Westfranken entstand das heutige Frankreich und Ostfranken wurde unter Otto I. der Große (ca.962) ein Teil des “heiligen römischen Reiches deutscher Nationen“. Diesem folgte Preußen (ca. 1701), welches Teil des deutschen Staatenbundes (ca. 1815) wurde. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Bundesrepublik Deutschland ins Leben gerufen, in welcher wir heute Leben.

Die Kultur und Traditionen der Deutschen

Fangen wir mit einem Abstecher in die heutige Zeit an:
Die Politik meint gerne, sie schaffe mit der Zuwanderung “kulturelle Vielfalt“ und das dies “die deutsche Kultur bereichern“ würde. Auf den ersten Blick mag das zu treffen, aber wenn man genauer hinschaut entdeckt man hierbei einen gravierenden Denkfehler.
Denn was geschieht, wenn zwei völlig verschiedene Kulturen aufeinander treffen?
Die dominantere unterdrückt die weniger dominante Kultur, bis diese von der Bildfläche verschwunden ist. Dies ist in diesem Fall auch wörtlich zu nehmen. Denn in den Schulen wird kaum noch von der deutschen Kultur bzw. unserem kulturellen Erbe gesprochen. Vielmehr versucht man unseren Kindern weiß zu machen, das kulturelle Vielfalt nur durch die Zuwanderung anderer Kulturen entstehen könne und das wir deutschen, aus welchen Gründen auch immer, eine
verachtenswerte Kultur hätten. Den Kindern wird quasi von klein auf eingetrichtert, das die deutsche Kultur böse und unrein sei, wodurch sich die Kinder der Ideologie der Weltoffenheit und Toleranz unterwerfen, was zwangsläufig zu einem aussterben ihrer wahren Kultur zur Folge hat. Selbst der Gebrauch der deutschen Sprache, lässt in vielerlei Hinsicht sehr zu wünschen übrig. Man erlebt immer öfter, das deutsche und fremdsprachige Wörter in einem und dem selben Satz vermischt vorkommen. Den Jüngeren von uns mag das nicht sonderlich stören oder gar auffallen, doch den Älteren fällt es auf, weil diese die Jüngeren teilweise gar nicht mehr verstehen. Auch hat das zunehmende Verschwinden der deutschen Kultur, direkte negative Auswirkungen auf die Traditionen.

Denn was ist eine Kultur, ohne Traditionen?
Es wäre wie eine Geburtstagsfeier, ohne das Geburtstagskind.

Traditionen sind ein fester Bestandteil einer Kultur, denn sie befinden sich mit dieser im Einklang. Eine Tradition bei den Friesen ist zum Beispiel das Osterfeuer. Diese Tradition stammt aus den Tagen, vor dem Christentum. Also aus der Zeit in der Odin, Thor und wie sie alle heißen mögen, angebetet und vom Volk um Gnade oder Beistand gebeten wurden. Das Osterfeuer hat seinen Ursprung im Frühlingsfeuer und stellt den Sieg der Sonne über den Winter dar. Man kann hier von einem Brauch/einer Tradition aus der Zeit der alten Götter sprechen, weil diese bis weit nach 700 n.Ch. Existierten und auch angebetet wurden. Denn obwohl viele Priester durch die Lande der deutschen Nationen zogen und versuchten die heidnischen deutschen Stämme zu bekehren, hielt sich der Glaube an die alten Götter in der Bevölkerung. Gut möglich das der Glaube an Odin, Thor und Co noch heute praktiziert wird, ganz auszuschließen ist es jedenfalls nicht.

Dann gibt es noch die Esskultur. Auch hier bieten die deutschen Nationen große Auswahl und Vielfalt, das man einige Menschenleben benötigen würde um wirklich jedes Gericht probiert zu haben. Die Vielfalt rührt aber nicht allein aus den zahlreichen deutschen Nationen, sondern hat ihren Ursprung in der geographischen Lage. Die Friesen sind Meister im Fischfang und der Fischverarbeitung, während die Franken echte Bierliebhaber sind. Hierbei ist der Lebensraum des jeweiligen Volkes entscheidend. Denn je nach Gebiet kann man entweder Fischfang, Ackerbau, Jagd, Viehzucht oder anderes betreiben. Das Volk war gezwungen sich an die vorherrschenden Lebensbedingungen anzupassen und entwickelte so, seine typischen Essgewohnheiten. Auch der Weinbau und die Braukunst, spielen hierbei eine große Rolle und nahmen direkten Einfluss die Ernährung des Volkes. Während die Küstenvölker Met (Honigwein) herstellten, brauten die Landvölker das Bier und je nach Gebiet, widmeten sie sich auch dem Weinbau. So entstanden entlang des Rheins zahlreiche Weingüter, während man entlang des Mains sowohl Weingüter als auch Bierbrauerei entstanden. Es entstanden sehr viele Bier- und Weinsorten, zu denen noch die ganzen Brotsorten kommen. Auch diese entstanden aus den jeweiligen Lebensbedingungen der Nationen und der Anbautauglichkeit des Getreides, wodurch sich eine enorme Vielfalt entwickelte.

Die deutsche Kultur ist somit sehr vielfältig, da es sich, wie oben erwähnt, nicht um eine einzige monotone Volksgruppe, sondern um mehrere Nationen der selben Sprache handelt, welche wiederum in zahllose Dialekte und Traditionen unterteilt ist.

[nextpage title=”Das Land der Dichter und Denker“]

Viele Dichter und Denker, Wissenschaftler und Visionäre, Bauern und Handwerker, Kaufleute und Bettler, brachte dieses Land hervor. Jene die es schafften in der Geschichtsschreibung verewigt zu werden, sind genauso wichtig wie jene die vergessen wurden. So erschufen die Kaufleute die Hanse. Ein mächtiges Handelsbündnis der damals wichtigsten Hafenstädte wie Hamburg, Danzig, Bremen und Lübeck, welches die Zeit zumindest in der Stadtbezeichnung überdauerte. Handwerker machten schnelle Fortschritte in der Baukunst und schufen, noch zu Zeiten Karl des Großen, den Aachener Dom. Ob es Visionäre, Wissenschaftler oder Denker waren lass ich bei der Erfindung der Jeans mal außer acht. Denn entscheidend bei der Jeans ist, dass es bis heute um das wohl widerstandsfähigste Material aus Baumwolle handelt. Dichter und Philosophen schufen Texte aus Poesie und Philosophie, welche die Zeiten überdauerten und noch heute weltweite Anerkennung finden. Hierzu zählen einige Werke des Philosophen Emanuel Kant oder Dichtungen von Johann Wolfgang von Goethe, von letzterem stammen die folgenden Worte:
„Wenn mancher Mann wüsste, wer mancher Mann wär,
gäb mancher Mann manchen Mann manchmal mehr Ehr.
Da mancher Mann nicht weiß, wer mancher Mann ist,
Mancher Mann manchen Mann manchmal vergisst.”

Bedeutet:
Jeder Mann ist, unabhängig seiner Position und/oder Funktion wichtig.

Aus diesem Grund erwähnte ich zu Anfang dieses Abschnittes auch jene Menschen, die nicht in den Überlieferungen erwähnt werden oder anderweitig zu Berühmtheit gelangten. Denn die Existenz eines Volkes, gründet nicht nur auf einer einzigen historisch wichtigen Person. Viele Personen sind nötig um die Existenz und das Überleben einer Nation, mit all ihren kulturellen Werten, Tugenden, Traditionen und der damit verbundenen Vielfalt zu schaffen. Nur wenn jeder einzelne seinen Teil dazu beiträgt, wird eine Nation überlebensfähig sein und die Jahrhundert, Jahrtausende überdauern. Bei genauerem Hinsehen lehrt uns dies die Geschichte. Denn ohne den Bauern, gibt es keine Nahrung. Ohne den Handwerker, hat der Bauer kein Werkzeug. Ohne den Wissenschaftler, gibt es keinen Fortschritt. Ohne den Bettler, gibt es kein Mitgefühl und es entstehen keine gesellschaftlichen Werte. Ohne den Herrscher, gibt es keine Gesetze die für Recht und Ordnung sorgen. Dies lässt sich ewig so weiterführen, denn es handelt sich um einen immer währenden Kreislauf. Welcher für den Erhalt und die Zukunft eines Volkes, unerlässlich ist.

Die deutschen Nationen als Volk, die Landschaft als Heimat

Alles in allem ist die Deutschland nicht nur ein Land im Herzen Europas. Es ist ein Bund deutscher Nationen, welcher eine Einheit bildet und durch die gemeinsame Sprache zusammen gehalten wird, die sich einzig im Dialekt unterscheiden. Die Landschaft dient seiner Völker sowohl als Heimat, als auch als Motivation. Das Land brachte und bringt Denker, Dichter, Forscher, Poeten, Philosophen, Techniker, Visionäre, Wissenschaftler und viele weitere wichtige Menschen hervor, welche den Bestand und das Überleben der deutschen Kultur, seiner Werte und Traditionen von Generation zu Generation weitergeben. Es spendet uns Trost, Wärme, Geborgenheit, Ruhe, Zuversicht, Hoffnung und vieles mehr. Wir alle haben diese Landschaft, mit all unseren kulturellen, traditionellen und gesellschaftlichen Werten und Tugenden, von unseren Vorfahren geerbt.
Es liegt nun an uns Alten, diese Errungenschaften zu erhalten und zu schützen, damit wir sie an unsere Kinder und Kindeskinder weiter geben können. Nur so werden wir dem Erbe, welches uns unsere Vorfahren hinterlassen haben, die ihm gebührende Ehre erweisen können.

Schlusstext

Deutschland ist somit nicht nur das Land der Deutschen. Es ist Heimat und Geburtsstätte unserer Kultur. Brachte uns aufgrund seiner geographischen Lage eine großartige kulturelle Vielfalt und die dazu gehörenden Traditionen. Auch die Möglichkeit die freien Entfaltung auf allen Ebenen, die für ein Überleben wichtig sind. Die Landschaften sind ein Geschenk, welche uns all dies ermöglicht haben und deshalb sollten wir sie, ebenso wie unsere kulturelle Vielfalt, Traditionen, Werte und Bräuche beschützen. Damit unsere nachfolgenden Generationen, sich ebenfalls an ihr erfreuen können.
Diesen Artikel werde ich mit einem Gedicht beenden, welches ich vor einigen Jahren schrieb. Es geht in diesem im Grunde um das, was ich eben beschrieben habe:

Heimat

Du Blüte meines Herzens,
Du Seele meines Geistes.
Du bist gütige Mutter und milder Vater
meiner Ahnen und Nachkommen, sowie von mir.

Deine Luft, ist wie der Atem Gottes,
sie ist ein Segen für deine Freunde und
ein Fluch für deine Feinde.

Deine Flüsse und Bäche sind so unerschöpflich,
wie die Tapferkeit und der Mut deines freien Volkes.
Deine Quellen sind der Ursprung aller Ideen und
Schöpfer allen Lebens.

Die Seen sind wie Erinnerungen,

an längst vergangene Zeiten.
Sie erzählen Deine Geschichte,
vom Anbeginn der Zeit.
Deine Berge und Wälder können all das bezeugen.

Oh liebste Heimat, was wäre diese Welt nur ohne Dich und
deine liebliche Anwesenheit?
Sie wäre ohne all die Herrlichkeit,
die Du auszustrahlen vermagst,
ein trostloser Ort,
voll Kälte und ohne Freude.

Oh du meine geliebte Heimat, Dein Name ist so rein und schön,
Dein Volk weiß dies und wählte dich zu ihrem Heim
Dein Name wird voll Stolz und Ehrfurcht von allen genannt.
Das Volk auf Deinem Boden,
heißt so wie auch du heißt.
Dir zu Ehren nahmen sie Deinen Namen an, sie nennen sich: die Franken*

*die Franken heißt übersetzt -> die Freien, die Mutige, die Kühnen

Anmerkung
Im großen und ganzen handelt es sich hier um einen groben Überblick und Einblick in die Geschichte der Deutschen und deren Ursprung, ohne dabei gezielt auf ein bestimmtes Ereignis einzugehen. Es ging mir dabei vor allem um die Zeit vom 1.Jahrhundert bis 19.Jahrhundert, weil man darüber im Schulunterricht kaum bis gar nichts lernt. Der Einblick ist weitestgehend neutral und sachlich gehalten, lediglich das Gedicht am Ende stellt meine persönliche Meinung bzw. Sichtweise dar.

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