Grenzen zu mit Stauwarnung?

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Geht man die letzten Meldungen der sogenannten Qualitätspresse durch, so schaut man auf Warnungen. Wären Grenzen zu, würde der Deutsche an jeder Grenze stundenlang ausharren müssen, die Wirtschaft drohe daran zu zerbrechen. Ist das so?

Zum ersten betont man gern, dass eutschland (Fast-) Exportweltmeister wäre und somit abhängig vom Schengenabkommen, vom Euro wäre.

Was war eigentlich 1950, 1970, 1980; als die Nationalgrenzbäume noch geschlossen waren, als die Wirtschaft der BRD vom Produktionshöhepunkt zum Umsatzhöhepunkt eilte? Und man zahlte in DM, in Pfund, in USDollar, in Franc ….

Trotzdem sind die genannten Jahrzehnte die wirtschaftlich stärksten Jahre der Bundesrepublik. Aber auch, weil die Politik und Wirtschaft dazu beitrugen den Binnenmarkt zu stärken. Immerhin war die BRD mit Westberlin die Leuchtreklame des Kapitalismus gen Osten. Doch den gibt es nicht mehr. Und somit konnte der Binnenmarkt nach und nach vernachlässigt werden. Viel mehr wurde er staatlich: Aufschwung Ost, die Strassen- und Städtebauidee der Bundesregierung sollte Aufträge im Lande halten. Doch Aufschwung Ost war eben nicht nur Ost, ähnlich wie der Solidarbeitrag bundesweit zu zahlen war.

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Gleichzeitig kürzte man den Kommunen Gelder. So entstand ein globales System im kleinen: Kommunen holten Fremdgewerke ein – aus allen Teilen der Republik. Die Firmen vor Ort fuhren so vom Norden in den Süden, Ostfirmen taten ihre Arbeit im Westen und umgekehrt. Ein Irrsinn, der im Nachhinein ein kostspieliges Unterfangen wurde. Vom Gedanken der Vergeudung von Ressourcen ganz zu schweigen.

Durch das Kaputtsparen des eigenen Marktes, Hand in Hand von Politik und Wirtschaft geplant, wurde auch der Arbeitsmarkt beschädigt. Wer nichts verkaufen kann, weil die Kunden sparen müssen, stellt keine zusätzlichen Arbeiter ein, diese verdienen kein Geld und können den Binnenmarkt nicht stärken. ein Kreislauf, der politisch gewollt ist. Denn was macht den Deutschen Angst? Armut dank HartzIV. Also arbeitet er auch unter HartzIV-Tarif – trotz Mindestlohn.

Diese Taktik war nötig, um auf dem globalen Markt mitzuhalten. Hier sind keine Forschungen gefragt, sondern Billigware. Dass man über die Forschung mehr erreichen kann, interessiert nicht. Weil das Geld erst “morgen” erwirtschaftet” werden könnte.

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Um diesen Billigmarkt zu erweitern, Absatzmärkte zu schaffen, setzten sich die Bundesregierungen im Auftrage der Wirtschaft für eine grenzenlose Welt mit Einheitswährung ein. Die Werbung hatte Erfolg: Die Bevölkerungen konnten grenzfrei sich bewegen und mussten kein Geld tauschen. Dabei hatte die Bevölkerung immer weniger keine Zeit zum grenzfreien Reisen oder immer weniger Geld.

Ist nun das Leben ohne Grenzen so wichtig?

Nicht einmal für die Wirtschaft, die ihre Produkte über internationale Handelsstädte betreibt: in den USA, in Russland, in China … Und beim Transport von Mensch und Güter per Flugzeug gibt es weiterhin Kontrollen. Kontrollen, die die Bundesrepublik Deutschland an ihren Grenzen nicht schafft oder doch nur nicht schaffen will?

Natürlich gibt es bei geschlossenen Grenzen Wartezeiten durch Kontrollen. Doch dies dient der Sicherheit. Und der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Wer sich an die 1980er erinnern kann, der kennt die Grenzkontrollen noch – in Richtung Österreich. Wie lange stand man dort an? Und wie groß ist der Stau eigentlich vor den Schweizer Grenzen? Und wie sehr leidet die Schweiz darunter kein EU-Staat zu sein, der auf seine Grenzkontrollen pocht?

Erst einmal wurde ich auf der Reise in die Schweiz kontrolliert: Im rollenden Zug. An den Grenzübergängen direkt noch nie. Denn Grenzkontrolle bedeutet nicht jeden Übergänger zu durchsuchen, sondern Stichproben zu machen. Und diese Aufgabe kann man auch der deutschen Bundespolizei zutrauen: Kontrolle an unseren nationalen Grenzen!

 

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