Investigativem Journalist drohen Anklagen

Shams Ul-Haq wollte aufklären und aufdecken. Das wird ihn nun zum Verhängnis.  Er hatte eine Reportage veröffentlicht, in der er schwere Vorwürfe gegen das Empfangs- und Verfahrenszentrum in Kreuzlingen (am Bodensee/Schweiz) erhebt.

Er berichtete von Demütigungen, Schlägen und sogar von einem Floterraum für Asylsuchende. In der Folge mussten Untersuchungen eingeleitet werden, um den Vorwürfen auf den Grund zu gehen.

Jetzt sind gegen den Journalisten zwei Strafanzeigen bei der Thurgauer Staatsanwaltschaft eingegangen. Dies berichtet das “St.Galler Tagblatt” in seiner heutigen Print-Ausgabe. Haq wird ein Verstoss gegen das Asylgesetz vorgeworfen, weil er sich wahrheitswidrig selbst als Flüchtling ausgegeben hatte, um hinter die Kulissen des Zentrums blicken zu können. Ausserdem habe er die Privatsphäre verschiedener Personen verletzt, da er für seine Reportage Ton- und Videoaufnahmen gemacht habe, ohne die Betroffenen darüber in Kenntnis zu setzen.

Den Journalisten beunruhigt diese neuste Entwicklung offenbar nicht. Gegenüber dem Tagblatt sagt Shams Ul-Haq: “Wenn es diese Anzeigen gibt, fühle ich mich nur darin bestätigt, dass etwas falsch läuft im Flüchtlingsheim in Kreuzlingen.”

berichtet FM1today

Gesamt
0 von 5 Sternen bei 0 Abstimmungen.
Deine Bewertung:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.