120 Millionen Euro für Kaffeeklatsch

Wenn sich Omas zum miteinander reden verabreden, nennt man das Kaffeeklatsch. Wenn sich Opas treffen, dann Frühschoppen. Und wenn sich Minister aus aller Welt treffen, dann OSZE. Das Ergebnis ist in etwa das gleiche. Mit dem Unterschied, Omas Kuchen und Kaffee kostet 20 Euro, der Frühschoppen 100 und die OSZE mindestens 120 Millionen Euro.

Dabei sind nicht die Kosten der Normalbürger einberechnet: Stau, Umwege zur Arbeit, nicht die Kosten der Wirtschaft. Sondern nur die sogenannten “öffentlichen Posten”. Darunter das Großaufgebot der Polizei – und deren Hotelkosten, die Fahrt- und Unterkunftskosten der 1300 Delegierten.

Der Bund übernimmt ein Teil der Kosten, etwa 50 Millionen Euro – den Rest darf die Stadt Hamburg tragen. Immerhin kann man nun behaupten Gastgeber der OSZE gewesen zu sein und sich auf 2017 freuen. Denn nächstes Jahr wird der Staufaktor sich um einiges erhöhen. In der selbsternannten schönsten Stadt der Welt findet dann das G-20-Treffen statt. Die Kosten dafür werden bei etwa 200 Millionen Euro liegen.

Millionen, die Hamburg, die Deutschland fehlen: Für Bildung, für die Infrastruktur, für Soziales. Doch das hält die Veranstalter nicht ab. Schliesslich war die Welt zu Gast in Hamburg.

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