Letzte Möglichkeit für einen Trump-Sturz

Die US-Wahlen zur Präsidentschaft enden heute. Denn nach der Wahlschlacht im November kommt heute der Tag der Entscheidung: Die Wahlmänner haben das Wort. Und sie könnten – theoretisch – sich anders entscheiden, als die Wähler.

Darauf hofft die deutsche Meinungspresse. Und hofft vergeblich. Denn diese Unart wäre ein Wegbrechen der Demokratieform der USA. Doch was interessiert Europas Medienhäuser schon die Demokratie. Während in den Redaktionen gehofft wird, schreiten die 538 Wahlmänner an die Urnen.

Ihre Wahl wird schriftlich festgehalten und nach Auszählung sollten 306 Stimmen für den Republikaner Trump und 232 für die Demokratin Clinton vorliegen. Das Ergebnis wird aber erst am 06. Januar bekanntgegeben. Der Präsident am 20. Januar vereidigt.

Sollten die Wahlmänner keine Mehrheit finden, so müsste das Repräsentantenhaus die Entscheidung finden. Dieses ist in der Hand der Republikaner. Wobei längst nicht alle Republikaner Trump-freundlich gesinnt sind. Ein Wahlmann aus der Fraktion der Republikaner gab bereits im Vorfeld bekannt, er würde nicht für Trump stimmen. Die Begründung liegt im Zählverfahren der US-Amerikaner: Denn Clinton hat, nimmt man die USA als einen souveränen Staat, fast 2,8 Millionen mehr Stimmen bei der Wahl erhalten als ihr Herausforderer. Doch durch den Staatenbund wird jedes Land der USA einzeln gewertet und nach Größe bzw. Einwohnerzahlen mit Wahlmännern versehen, die sich (eigentlich) dem Landesergebnis unterzuordnen haben.

Wie gesagt, eine theoretische – und sehr kleine – Chance besteht, dass die europäischen Medien aufatmen können, ohne das ein Wahlbetrug ersichtlich wäre. Es wäre nur Betrug am Wähler. Aber das wären die Leser sowieso gewöhnt.

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