931 mal politisches Desaster, 7 Ausrufezeichen und 30% Hoffnung

Im Reichstag wählte die Bundesversammlung im ersten Durchgang mit 931 von 1.239 abgegebenen, gültigen Stimmen  Dr. Frank-Walter Steinmeier zum Nachfolger des scheidenden deutschen Staatsoberhaupts Gauck. Notwendig waren mindestens 631.

Nachdem die CDU/CSU wiederholt keinen eigenen Kandidaten kürte und somit den SPD-Vorschlag annehmen musste war es von Anfang an klar: der ehemalige Außenminister wird Bundespräsident. Kaum ein Wunder, der letzte Kandidat der CDU/CSU versagte. Wulff, gedemütigt von der Springer-Presse zog sich zurück. Und der Liebling des Volkes, Ex-Pfarrer Gauck, der verheiratet in wilder Ehe lebt, der als Nachfolger dann auch von den Christ-Parteien gefördert wurde, wurde nur wenige Monate später als Volksverräter betitelt.

So konnte die Merkelelite also nur dem SPD-Vorschlag zustimmen. Königsmacher Gabriel sorgte auch dafür dass die Grünen eifrig nickten. So hat das Bündnis90/Die Grünen die Chance ab 2017 mitzuregieren.

Und dennoch:

Es gab Überraschungen!

103 Enthaltungen, 14 ungültige Stimmen – und 42 Stimmen für den AfD-Kandidaten Glaser. Der stellvertretende AfD-Bundesvorsitzende der liberal-rechten Partei Albrecht Glaser konnte demnach 7 Wähler überzeugen, die von anderen Parteien zur Bundesversammlung delegiert wurden.

Auf den Kandidaten der Linken, Butterwegge, entfielen immerhin 128 Stimmen. Ebenso mehr als die Linkspartei an Stimmen hatte.

Auf Alexander Hold einigten sich immerhin noch 25 Stimmen und der freie Kandidat der Piratenpartei Engelbert Sonneborn, Vater von Martin Sonneborn (Ex-Titanic, DIE PARTEI), bekam 10 Wahlkreuze gutgeschrieben.

Damit haben nicht alle Einheitsparteidelegierten von CDU/CSU/GRÜNE/FDP “ihren” Kandidaten gewählt! Denn diese 322 Wähler lehnten den Miturheber von HartzIV, den Befürworter von Krieg und Unruhen, den EU-Verwalter ab, der auch als Außenminister nicht für Deutschland, sondern für Deutschlands Waffenlobby, für Kriegsförderer und für das Bürokratiemonster EU antrat.

Immerhin gute 30%. Das ist ein Lichtblick. Besonders in einer Zeit, in der die Politelite ihrem Volk keine Wahlentscheidung zutraut, keine Demokratie abverlangt.

Wer die Wahl der Bundesversammlung also objektiv bewertet, sieht eine Schlappe der deutschen Einheitspartei von schwarzgelbgrünrot. Und ein Hoffnungsschimmer – im Wahljahr 2017.

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