Wer auf Facebook teilt, darf nicht zum ZDF?

Meinungs- und Gedankenkontrolle? Durchgeführt via Facebook. Kaum ein Gedanke seines Gegenübers den man dort nicht erfährt. Man muss nur scrollen, nicht suchen.

Und so scrollte die Redaktion der Zeitschrift FOCUS, um einen bösen Büttenredner auszumachen. Hans-Peter Faßbender, AfD-Mitglied und Büttenredner einer ZDF-Sendung. Bitteschön, fragt der Focus, wörtlich umkleidet, darf das sein?

Natürlich … nicht!

“Dä Bundeswehrsoldat” Darbietung bei der Karnevals-Sendung ist Geschmackssache, stellt man dann auch fest. Keine Geschmacksache jedoch, wenn man Bilder und politische Aussagen auf Facebook teilt. Wie jene, die gegen Merkel sind. Oder wenn man Kuttenträger ehrlicher empfindet als unsere Politelite.

Sorgen macht der Büttenredner sich mehr um gequälte Hunde und Bäume, die zugunsten des Baus eines Flüchtlingsheims gefällt werden sollen, als um Flüchtlinge, die dringend Hilfe benötigen.

beschreibt der Focus den Umstand. Und mahnt:

In Anbetracht der Tatsache erscheint es merkwürdig, dass das ZDF den rechten Hetzer als „Dä Bundeswehrsoldat“ noch auf die Bühne ließ. Auf Anfrage von FOCUS Online äußerte sich der Sender folgendermaßen zum Sachverhalt: “Die Facebook-Kommentare waren der Redaktion nicht bekannt. In seinem Vortrag waren keine fremdenfeindlichen Äußerungen enthalten.” Trotzdem seien keine weitere Auftritte Faßbenders im ZDF geplant.

Ergo: Für Focus Online darf nur ein Gutmensch die Fernsehbühne betreten, nach einer Gesinnungskontrolle. Das ist sie also, die Meinungsfreiheit in Deutschland. Auch zur Faschingszeit. Die fünfte Jahreszeit, die noch vor wenigen Jahren, auch für politische Aussagen, dank Satire, ein Ausdruck der Freiheiten, der Demokratie waren.

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