Liebe Julia Schramm (Linkspartei),

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... und weiter geht es mit den Hintergründen zur aktuellen Politik

der Schlag gegen „linksunten.indymedia“ scheint Sie bis ins Mark getroffen zu haben? Auf Twitter kommentieren sie das Verbot durch Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) mit den Worten:

Als nächstes machen sie die Antifa zur terroristischen Vereinigung.

Dann kann die Hälfte von uns hier als RädelsführerIn verknackt werden.“

Wer genau „wir“ ist, bleibt unklar. Klar und bekannt hingegen ist ein anderer Kommentar von Ihnen:

Sauerkraut, Kartoffelbrei – Bomber Harris, Feuer frei.“

Mit Sauerkraut und Kartoffeln meinten sie uns Deutsche, die ja, so ein gängiges Vorurteil, Sauerkraut- und Kartoffelfresser sind. Und weil Ihnen das nicht zynisch genug war, twitterten Sie diese Nachricht exakt am Jahrestag der Bombardierung von Dresden.

In diesem Zeitraum arbeiteten Sie, bei der Amadeu-Antonio-Stiftung, als Referentin und Redakteurin; eine Ihrer Aufgaben bestand darin, „Hassreden“ anzuprangern. Eine, wie ich finde, passende Aufgabe für Sie, da Sie mit Hassreden Erfahrung haben. Siehe: „Sauerkraut, Kartoffelbrei …“

Wenn Sie also die Angst packt und schüttelt, dann meinen Sie mit „wir“ sicher: Wir Antideutschen, Linken und Antifas. Oder anders ausgedrückt: jeden, der Deutschlands „Volkstod“ fordert.

Ich stimme Ihnen zu: ginge es lediglich um Meinungen, stünde ich Ihnen sogar bei! Aber genau jene Leute, deren Kriminalisierung Sie befürchten, rufen zur Gewalt gegen Andersdenkende auf. Linksunten wurde ja gerade deshalb verboten. Linksunten war eine Plattform krimineller, selbst ernannter Demokraten, die das Recht auf Meinungsfreiheit benutzt haben, damit sie zu Hetze und Gewalt aufrufen konnten. Linksunten war ein Pranger, wie man ihn im Mittelalter kannte.

Sie glauben jetzt sicher, dass ich das Verbot begrüße? Nein, ich lehne es ab. Meinungsfreiheit gilt für jeden. Was ich abgelehnt habe – und auch zukünftig ablehnen werde – sind Aufrufe zur Gewalt. Da muss ein Staat reagieren, wie beim G20-Gipfel in Hamburg, wo „linksunten“ Ausschreitungen gegen Polizisten begrüßte.

Ihr erster Kommentar leidet übrigens an einer kleinen – aber wichtigen – Ungenauigkeit. Niemand „macht“ die Antifa zu Terroristen. Wer Andersdenkende diffamiert, zur Gewalt gegen sie aufruft und sie jagt, muss nicht erst zum Terroristen gestempelt werden.

Offenbar glauben Sie, dass „wir“ reine Unschuldslämmer sind? Das ist bemerkenswert ignorant. Schuld sind immer die anderen, nie man selbst.

Doch ungeachtet Ihrer Ignoranz, müsste Ihnen aufgefallen sein, dass Antifas weiterhin vom Staat finanziell gefördert werden, wenn sie fleißig sind im „Kampf-gegen-Rechts“. Zudem ist Bundesjustizminister Maas (SPD) ein guter Freund von Anetta Kahane, der Vorsitzenden der Amadeu-Antonio-Stiftung. Und die ist, wie bekannt, eine ehemalige Spitzelin der Stasi. Ihnen, Frau Schramm, wird nichts passieren. Sie müssen immer nur weiterhin gegen Rechte hetzen – und alles ist gut. Ein Problem bekommen Sie erst, wenn Sie zur Gewalt aufrufen. Aber so unvorsichtig waren Sie nie und werden es auch nie sein – da halte ich jede Wette!

Zudem: Die Antifa kann, unter anderem Namen, eine andere Seite aufmachen. Wo ist das Problem? Linke werden in Deutschland gefördert. Erst als Rechter bekommt man Probleme, das kann bis zum Verlust des Arbeitsplatzes führen. Also: alles halb so wild!

Zum Schluss ein Witz: Gibt es in Deutschland ein Problem mit Linksextremismus? Antwort: Nein, erst ohne!

Ihr

Wolfgang Luley

https:// de.wikipedia.org/wiki/Julia_Schramm

https:// twitter.com/_juliaschramm

http:// www.amadeu-antonio-stiftung.de/wir-ueber-uns/was-wir-tun/

 

One Reply to “Liebe Julia Schramm (Linkspartei),”

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