Lieber Alexander Gauland,

Sie wackerer Kämpfer für die Meinungsfreiheit!

Man sollte nicht jedes Ihrer Worte auf die Goldwaage legen. Manche aber schon – und man erkennt, dass Ihre Worte durchaus einen Vergleich aushalten.

2016 wollten Sie den Spieler der deutschen Nationalmannschaft, Jerome Boateng, nicht als Nachbarn haben. Uiuiui – da raschelte es aber im medialen Blätterwald des deutschen Feuilletons!

Nebenbei: Warum sollte dieser reiche Schnösel, neben Ihnen oder mir, wohnen wollen? Der lebt als Fußballer in einer Parallelwelt. Er kennt nur den Rasen, den Fußball und das Tor. Daneben verdient er Millionen mit Werbung. Aber er ist ein Schwarzer und Sie, Herr Gauland, gelten als Rechter. Plötzlich spielte es auch keine Rolle mehr, dass Herr Boateng, bei Spielen der Nationalmannschaft, die Hymne ausließ und noch immer auslässt. Wer sich als Deutscher fühlt, singt die Hymne seines Landes mit – oder etwa nicht? Man hätte nun über deutsche Leitkultur diskutieren können, stattdessen wurde nur über Ihren angeblichen Rassismus gestritten.

Nun haben Sie wieder die Gemüter erregt. Uiuiui! Auf einer Veranstaltung Ihrer Afd hielten sie eine Rede und sprachen davon, SPD-Ministerin Aydan Özoguz „entsorgen“ zu wollen. Wie peinlich, dass  sich Medien nun auf dieses eine Wort stürzen. Wäre das deutsche Feuilleton bei jedem deutschen Politiker so streng, dürfte kein deutscher Politiker mehr den Mund öffnen! Oder er tut es doch und redet dabei viel, ohne etwas zu sagen, so wie die Bundeskanzlerin Angela Merkel, CDU.

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Im Fall der Aydan Özoguz sollte man aber genauer hinschauen. Sie ist zuständig für Migration und hat Kontakte zu Islamisten, etwa Ihren Brüdern, die es gern sähen, würde aus Deutschland ein Kalifat. Es ist – so leid es mir tut – KEIN Zufall, dass Frau Özoguz gegen eine deutsche Leitkultur ist. Auch meint sie, dass es jenseits der deutschen Sprache „keine spezifisch deutsche Kultur“ gebe. Genau auf den Punkt haben Sie abgezielt, als sie davon sprachen, Frau Özoguz solle „entsorgt“ werden. Man könnte es auch freundlicher sagen, etwa: Jeder, der in Deutschland lebt, aber deutsche Kultur ablehnt, dem steht es frei, Deutschland zu verlassen.

Hätten sie es so formuliert, hätte das deutsche Feuilleton wahrscheinlich nur den Kopf geschüttelt und gesagt: „Naja – ein Rechter eben.“ So aber formulierten Sie schärfer und prompt raschelt es im deutschen Feuilleton wie bei einem Sturm. Ich vermute, Sie haben das billigend in Kauf genommen?

Aber geschenkt – Herr Gauland! Vom Prinzip haben Sie recht. Eine Frau, wie Aydan Özoguz, die sich 2016 gegen ein „generelles Verbot von Kinderehen“ ausgesprochen hat, zeigt nur einmal mehr, wie islamisch sie geprägt ist. Wenn Sie, Herr Gauland, jemanden wie Boateng nicht als Nachbarn wollen, dann verzichte ich auf eine, die wie Özoguz ist.

Ich finde, ein Politiker wie Sie, Herr Gauland, ist wichtig. Für Ihre „Entsorgungs“-Aussage wurden Sie von einem Ex-Richter des Bundesverfassungsgerichts angezeigt. Vorwurf: „Volksverhetzung“. Ich weiß nicht, wie die Gerichte entscheiden werden, sollten Sie verurteilt werden, werte ich das als ein politisches Signal: Man will einen Vorkämpfer für Meinungsfreiheit den Mund verbieten. Denn es ist ja klar, dass es gerade nicht um dieses eine Wort geht. Sie, Herr Gauland, stoßen Debatten darüber an, was deutsche Leitkultur ist – und das in Merkel-Deutschland! Einem Land, das für Migranten viel mehr Herz zeigt, als für die eigene Bevölkerung. Bei uns gehen Rentner Pfandflaschen sammeln, weil sie von ihrer Rente nicht leben können, während Migranten, ohne hier je gearbeitet zu haben, Geld und Obdach bekommt. Besser wäre es, die Migranten blieben in ihren Ländern und würden dabei helfen, die dortigen Wirtschaften aufzubauen. Aber nach Deutschland zu kommen, ist viel bequemer. Zudem ist Deutschland kein islamisches Land – auch wenn manche Politikerinnen so tun, als sei das Fakt.

Das deutsche Feuilleton sollte endlich zeigen, was es im Kopf hat, und Debatten führen, die um die deutsche Leitkultur kreisen. Scheindebatten über angeblichen Rassismus und Volksverhetzung hatten wir genug.

Machen Sie weiter, Herr Gauland – auch wenn es im medialen Blätterwald raschelt.

Ihr

Wolfgang Luley

 

http:// www.faz.net/aktuell/politik/inland/afd-vize-gauland-beleidigt-jerome-boateng-14257743.html

https:// www.bayernkurier.de/inland/25087-keine-deutsche-kultur/

https:// de.wikipedia.org/wiki/Aydan_%C3%96zo%C4%9Fuz

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