Die LEGO-Nazis auf Amazon

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... und weiter geht es mit den Hintergründen zur aktuellen Politik

Oha – nun wurden sie entdeckt, mitten im Weihnachtsgeschäft. Die LEGO-Nazis. Verschiedene Nachrichtenportale berichten darüber und spucken, treten vor Eifer. Immerhin ist Nazi ein guter Begriff, um Klicks zu erzielen. Nur schade, dass es den LEGO-Hitler-Klickhit (noch) nicht gibt, wird so mancher Zeitungsredakteur nun jaulen. Aber nun zur eigentlichen Nachricht:

Die Männchen heissen „Wolfgang“ oder „Heinz“ und hätten Uniformen der deutschen Wehrmacht an, berichten Medien, wie der Berliner Kurier; der heute gern titelt “Ballermann-Star Mia Julia: „Im Bierkönig singe ich nackt – das ist mir sonst zu heiß“” oder darauf verweisst das eine Schwarzfahrerin einen Bundespolizistin mit Muttermilch bespritzte…  – Doch zurück zu Wolfgang oder Heinz:

In der Artikelbeschreibung heißt es z. B.: „Custom design Lego Figur – Wehrmacht Soldat »Heinz« – MG-Schütze mit Stahlhelm, MG34 Maschinegewehr samt Zweibein und abnehmbarem Magazin und 2 Mauersteine.“

beschreibt die Zeitung – um dann darauf hinzuweisen, dass weder Amazon noch Lego damit zu tun hätten:

Der Verkäufer aus Frankfurt am Main nutzt Amazon-Marketplace als Vertriebsweg für seine Nazi-Figuren. Bei Marketplace-Verkäufern handelt es sich um unabhängige Verkäufer, die sowohl neue als auch gebrauchte Ware anbieten.
[…]
Mittlerweile hat sich auch Lego zu Wort gemeldet und die Figur als ein Fake enttarnt. „Als Spielwarenhersteller ist Fantasie und Einfallsreichtum unsere Leidenschaft, und wir sehen es als unsere Aufgabe, die Vorstellungskraft und Kreativität von Kindern mit hochwertigem Spielzeug zu fördern“, sagte Pressesprecherin Martina Augenstein unserer Redaktion. „Beim abgebildeten Produkt handelt es sich nicht um ein LEGO Produkt. Wir distanzieren uns in aller Form von derartigen Produkten und Produkt-Modifikationen, denn sie widersprechen den Werten der LEGO Gruppe. Die LEGO Gruppe würde diese Produkte selbst niemals hergestellten oder autorisieren, noch können wir dies gutheißen.“

Dennoch wird eine Onlinepetion herangeführt, welche der “Finder” diese angebotenen Ware herausgegeben hat. Denn immerhin ist das ja alles Nazi …

Der geschockte Hegel hat mittlerweile eine Online-Petition ins Leben gerufen, um die Nazi-Figuren von der Plattform zu verbannen.  Darin heißt es:

Diese Figuren stellen eines der unmenschlichsten Regime der Weltgeschichte dar und durch das Spielen mit solchen akzeptieren Kinder diese Uniformen, Waffen, usw. als normal, was eine nicht zu akzeptierende Beeinflussung der Kinder darstellt. […]
Aus diesem Grund bitte ich Sie inständig, gegen die Hersteller solcher Figuren, wenn möglich auch rechtlich, vorzugehen und auch Amazon auf diesen Fall aufmerksam zu machen, denn jedem anständigen Bürger kann es nur eine grauenhafte Vorstellung sein, dass solche Figuren bald unter dem Weihnachtsbaum liegen könnten und so in die Hände von Kindern geraten könnten.

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[Vielen Dank für Ihr Interesse]

Dank Twitterrundumschlag

 

berichten auch andere Medien, wie der Kölner Express munter darüber. Nicht aber ohne darauf zu verweisen, was Hitler als “Henkersmahlzeit” bekam (Nudeln mit Tomatensauce) und was er zum Abendbrot verpasste (Bratkartoffeln mit Spiegelei).

Hitlers Henkersmahlzeit

Wir erwarten einen ARD Brennpunkt mit anschliessendem ZDFinfo-History-Abend zum Thema …

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