Sehr geehrter Herr Boris Becker,

Werbung

Es ist Zeit für Dich!


wie leben Sie damit, wegen Steuerhinterziehung vorbestraft zu sein? Das Landgericht München hat Sie 2002 verurteilt und seitdem wissen wir alle, dass Sie mit finanziellen Pflichten sorglos umgehen. Zudem hat Sie ein Konkursgericht, in London, für zahlungsunfähig erklärt. Das war im Juni 2017.

In der Öffentlichkeit treten Sie mit charmantem Lächeln auf und beteuern, es sei alles in Ordnung.

Ich will über Sie nicht urteilen, stelle aber fest, dass Sie kein Musterbürger sind.

Warum spielen Sie sich dann wie einer auf?

Ihr Sohn, Noah Becker, hat im Interview mit der Zeitschrift Emotion, Berlin als „weiße Stadt“ bezeichnet. Er meinte das nicht als Feststellung, sondern negativ, auf die weiße Rasse bezogen. Darüber schweigen Sie. Bei Ihnen ist davon nichts zu hören. Offenbar ist Ihr Realitätsbezug nicht bloß in Geldangelegenheiten verzerrt? Mich belustigt es, wie Sie ihrem Sohn zur Seite eilen, als müssten Sie ihn gegen das 3. Reich verteidigen.

Das 3. Reich aber ist 1945 untergegangen. Und die wenigen Nazis, die noch leben, sind grau und klapprig. Von Ihrem Sohn wollen die bestimmt nichts. Sie wollen bloß noch ruhig ins Grab dämmern.

Insofern reden wir über keinen Nazi, wenn wir von dem AfD-Politiker Jens Maier sprechen.

Jens Maier nannte Ihren Sohn einen Halbneger, weil der von einer „weißen Stadt“ gesprochen hatte. Wird das in den Medien thematisiert? Stattdessen liest man nur, Ihr Sohn wurde Opfer von Diskriminierung. Und nun toppen Sie diese falsche Anschuldigung gegen Maier, indem Sie in der Bild nach Gerechtigkeit und nach Bestrafung verlangen.

Lieber Herr Becker, zahlen Sie erst mal Ihre Steuern, so wie es sich gehört. Und dann lernen Sie verstehen, dass etwas nicht rassistisch ist, nur weil Sie es dafür halten.

Aber was sage ich da? Sie schreiben für die Bild! Das ist ein Blatt, das gegen die AfD hetzt, wo es nur geht! Neulich hat der Bild-Chefredakteur Nikolaus Blome dem AfD-Politiker Uwe Junge vorgeworfen, der rufe zu Gewalt auf, weil der in einer Kurznachricht den Begriff „zur Rechenschaft ziehen“ gebraucht hatte. Blome hat seine Ansicht mit dem Hinweis begründet, Junge sei Oberst in der Bundeswehr gewesen.

Wenn ich es recht bedenke, Herr Becker, dann passen Sie zur Bild. Die Bild-Schreiber leiden ebenso unter einer gestörten Wahrnehmung wie Sie. Daher noch mal: Jens Maier ist ein normaler Mensch mit normaler Meinung.

Am Ende Ihrer Bild-Kolumne rufen Sie zum Kampf gegen Rassismus auf. Das ist löblich. Dann zahlen Sie mal Ihre Steuern, damit der Staat genug Geld für Aufklärung hat und als Nächstes knöpfen Sie sich Ihren Sohn vor; bringen Sie ihm bei, dass er nicht mehr auf die Hautfarbe achten soll. Dann erkennt er Berlin als Berlin und nicht mehr als „weiße Stadt“.

Ihr

Wolfgang Luley

http:// www.t-online.de/unterhaltung/stars/id_83006062/-das-ist-ihre-masche-boris-becker-reagiert-auf-diskriminierenden-afd-tweet.html

https:// www.focus.de/finanzen/steuern/steueraffaere-becker-spiel-satz-und-sieg_aid_247572.html

https:// www.emotion.de/persoenlichkeit/noah-becker-ueber-wut

Gesamt
0 von 5 Sternen bei 0 Abstimmungen.
Deine Bewertung:

One Reply to “Sehr geehrter Herr Boris Becker,”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.