Braunes Bier und linke Sippenhaft

Stellen Sie sich vor, Sie wären Unternehmer. Und stellen Sie sich vor, ihre Umgebung kennt ihr Wahlverhalten, vorausgesetzt Sie haben irgendwie “rechts” gewählt. Oder noch schlimmer; zumindest im “demokratischten Deutschland”, das es je gab; Sie sind in einer “rechten” Partei aktiv oder haben mit eben dieser oder jener Geschäfte abgewickelt. Was würde dann aus Ihnen werden? Zwei Fallbeispiele:

Ein Unternehmer möchte Bier brauen. Er versucht Gelder für Rezepturen zusammen zu bekommen und möchte ein Haus kaufen, in dem er später sein Bier verkaufen kann. Eine normale Unternehmensgeschichte, die Erfolg verspricht. Wären wir nicht in der BRD. Denn hier versuchte es Janus Nowak. Er ist Mitglied der NPD und Funktionär.
Sein polnischer Partner und er entwickelten die Crowdfunding-Gewinnbeteiligungs Plattform Beerpro . Hier können sogenannte Bierpacks und Gründerpakete gekauft werden, um später nicht nur das Bier zu kosten, sondern auch an den Einnahmen beteiligt zu sein. Keine schlechte Idee – aber eben eine “Nazi-Idee”. So berichteten dann auch aufgeregt die “unabhängigen” “parteiübergreifenden” Lokalmedien sofort, als man entdeckte, dass der Käufer der Bier-Rezepte auch das dazugehörige Lokal kaufen möchte. Ein “Rechter”, der eine Immobilie, eine Kneipe besitzt? Könnte ja sein, dass dort seine Parteifreunde sich treffen.Das geht gar nicht – dachten sich Redakteure, die die linke Politik und den Staatsschutz aufweckten. Mit Erfolg:

So will nun die Gemeinde, die selbst am Zapfhahn der Landespolitik hängt, die Gaststätte kaufen. Eben jene Immobilie die bisher kaum einen interessierte. Den Bürger freut es: Schliesslich könne man dort dann Tagesgäste unterbringen – oder ein Flüchtlingsheim. Zweiter Gedanke ist nicht so weit entfernt. War doch ein ähnliches Szenario bereits andernorts. Hier durften sich Anwohner freuen doppelt für den linken Mainstream zu zahlen. Erst der Kauf des Hauses durch Steuergelder – und dann durch die Einquartierung von sogenannten Flüchtlingen. Das der Ort dann auch bald in den Polizeiberichten auftauchte, war eine logische Konsequenz.
Nun profitieren in Waischenfeld zwei Seiten: die Politik, die die Demokratie und die Unabhängigkeit der Wirtschaft zu Grabe trägt und der Investor Nowak. Denn Nowak spart Gelder, die er nun für die Vermarktung seines Polsterbräus einsetzen kann. Bleibt zu hoffen, dass jeder, dem das Bier schmeckt, auch ohne politische Gesichtskontrolle sich den einen oder anderen Liter kaufen kann/darf… Immerhin wird der Vertrieb des Bieres noch vor der Fertigstellung erschwert: Beim fränkischem Bierfest soll nämlich das “braune Bier” nicht verkostet werden dürfen. Schliesslich sei Bier ein Getränk der Vielfalt. Und so darf statt Polsterbräu, dass internationale Geldgeber hat, ein anderes Konzept das Bierfest verschönern:
” “Da braut eine Unterfränkin mit einem Jamaikaner zusammen Craftbeer”, sagt Landherr. “So was passt voll ins Konzept.””  So nordbayern.de ” “Ich will braunes Gedankengut nicht mal am Ausschank. Rechte Gesinnung hat auf meinem Fest nichts verloren”,” stellt der Organisator Landherr dort klar.

Ein anderer Gastwirt bewirtete bisher jeden Bürger, der zahlen konnte. Auch vermiete er seine Räumlichkeiten. Er tat also bisher das, was seine Arbeit ist. “Jeder, der kommt, sich ordentlich verhält und nicht rumhetzt, ist willkommen”, sagt der Geschäftsführer des Hotels an der polnischen Grenze; berichtet die Lampertheimer Zeitung. Doch das reicht der Lokalzeitung nicht. Sie moniert nicht die Farbsäckewerfer, die die Immobilie “verschönerten”, nicht jene, die vor dem Haus demolierten. Nein: Man moniert, dass im Hotel Neisseblick die Veranstaltung “Schild und Schwert” stattfinden soll. Schliesslich würden am 20. April Rechtsrocker vor Nazi-Kampfsportler spielen. Die Zeitung formuliert dies eindrucksvoll:
“Nun ist es eben die NPD, die unter anderem ihren Europaabgeordneten und früheren Bundesvorsitzenden Udo Voigt eingeladen hat; ferner kommen einem Pressebericht zufolge Kampfsportler und Rechtsrock-Bands wie “Oidoxie”.” Da ist es auch egal, wenn der Hotelinhaber erklärt, er würde auch an die Linke, an die CDU oder gar an Zombies vermieten … Zustimmung erhalten indess nur die Farbbeutelwerfer, die ihr Erscheinen zum Randalieren bereits bekannt gaben.

Nun könnte man die Frage stellen, was ist denn noch so freiheitlich, demokratisch in der BRD; wenn eine gestandene Demokratie Angst vor einer 1,0+X% Partei hat, denen man die Gelder streichen möchte; hingegen eine knapp 10% Partei, durchsetzt mit “revolutionären Zellen”, “Antifas” und “Kommunisten” staatlich fördert. Womit ist es zu begründen, dass NPD-, AfD- Freunden das wirtschaftliche Überleben untersagt wird, MLPD-Anhängern jedoch nicht? Ist unsere Demokratie wirklich so wacklig, dass man Angst vor jeglicher Veränderung hat? Oder sind es nur die Machthabenden, die Angst um ihre Pfründe spüren?

Wo ist sie hin, die Freiheit, die tausende DDR Bürger 1989 einforderten? Wo ist sie hin, die freie Meinungsbildung, die die 1968er Studenten für sich in Berlin West und der damaligen BRD entdeckten?

Und warum muss der Bürger der BRD, der Steuerzahler, für den städtischen Kauf von Immobilien aufkommen, für die sich vorher niemand interessierte? Warum muss der steuerzahlende Bürger für die Sicherung von Veranstaltungen aufkommen, die ohne Pressehetze kaum jemand mitbekommen hätte? Fragen über Fragen – die sich zu wenige Deutsche und Mitbürger stellen. Aus Angst. Aus Unwissenheit. Aus Dummheit und Faulheit.

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