Liebes Deutschland,

wie ein einziger Mausklick kriminell macht, zeigt die Provinzposse um einen Cellisten der Münchner Philharmoniker. Ob er sich als Anhänger der Sängerin Helene Fischer geoutet hat? Zugegeben, das wäre ein echtes Verbrechen gewesen, aber der Cellist tat etwas noch viel, viel Schlimmeres!

Ob er zugab, kein Cello spielen zu können, sondern bloß so zu tun als ob? Ä – fast! Er teilte den Link eines Artikels auf Facebook. Ja, das ist unglaublich – und deshalb ermittelt jetzt der Staatsschutz.

Dem Staatsschutz entging nämlich nicht, dass auf dem besagten Artikel die Fahne einer verbotenen Organisation abgebildet war. Gemeint ist ein bewaffneter Ableger der kurdischen Arbeiterpartei, der sich YPG nennt.

Was nun sein Verbrechen war? Er hat den Link eines öffentlich zugänglichen Artikels weitergeleitet, auf dem die Fahne der verbotenen YPG zu sehen ist. Die Staatsanwaltschaft meint, dass Zeitungen, die verbotene Fahnen zeigen, aufklären und dass Bürger, die Artikel mit verbotenen Fahnen teilen, für eben diese Organisationen werben. Oder anders gesagt: Indem der Münchner Cellist einen Link auf Facebook geteilt hat, wurde er zum Terroristen.

Kann man diesen Irrsinn noch steigern? Was für eine Frage, wir sind schließlich in Deutschland, dem Land der Irrrrrren!

Der Münchner Cellist ist nicht der erste, der wegen dieses Artikels, Post vom Staatsschutz bekommen hat. Die Süddeutsche Zeitung berichtet von: „Dutzende andere Internetnutzer“. Warum gerade der Fall des Cellisten bekannt wurde? Als einziger Betroffener hat er darüber öffentlich berichtet. So ein Verhalten sollten alle Bürger zeigen. Hören Bürger auf, vor dem Staat zu kuschen, wird er gezwungen sein, ihnen zu dienen. Denn ein Staat, der nicht seinen Bürgern dient, hat kein Existenzrecht.

Über die Provinzposse selbst kann man nur den Kopf schütteln oder Helene Fischer hören oder nur so tun, als könne man Cello spielen.

Dein

Wolfgang Luley

 

http:// www.sueddeutsche.de/muenchen/ermittlungen-cellist-teilt-link-auf-facebook-jetzt-ermittelt-der-staatsschutz-1.3883839

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.