Liebes Deutschland,

ich weiß nicht, wie Männer und Frauen besser miteinander umgehen können. Ich finde es aber einen guten Anfang, wenn man Sexismusdebatten nicht als PR für eigene Bücher missbraucht. Aber genau das tut eine gewisse Zana  Ramadani, die bisher dadurch auffiel, dass sie in aller Öffentlichkeit ihren nackten Busen zeigte.

Nun hat Frau Ramadani ihr zweites Buch geschrieben. Nachdem ihr erstes Buch kein Erfolg war, hat sich Frau Ramadani gedacht: Alle schlechten Dinge sind zwei, also schreibe ich noch ein Buch. Und siehe da, es wurde auch kein Erfolg. Doch halt! Wozu gibt es PR? Hurra!

Und siehe da, plötzlich spricht man über sie und ihr Buch „Sexismus“. Wie das geht? Ganz einfach: Frau Ramadani ist 2016 vom damaligen Bundespräsidenten Gauck ins Schloss Bellevue eingeladen worden. Dort soll Gauck Frau Ramadani gefragt haben, ob die sich entblößen wolle und als sie das verneint habe, soll er ihr seine Hilfe dabei angeboten haben. Zeugen dafür kann Frau Ramadani keine nennen. Auch das anschließende Foto mit dem Bundespräsidenten ist ganz züchtig. In Deutschland genügt aber der Vorwurf eines möglichen Fehlverhaltens, seitens von Gauck, für Aufmerksamkeit.

Meiner Ansicht nach hat sich Frau Ramadani für jeden Dialog über Sexismus disqualifiziert. Sie zeigt mit ihrem Verhalten nur eines: die Sucht im Mittelpunkt stehen zu wollen, egal wie und auf wessen Kosten. Allein schon der Gedanke, mit nacktem Oberkörper gegen Sexismus zu demonstrieren, zeigt eine geistige Unreife, die man sonst nur bei Vorschulkindern findet. Eine Göre, die sich so verhielte,  würde von ihren Eltern übers Knie gelegt werden. So aber kann sich Frau Ramadani als „Expertin“ feiern lassen. Fehlt bloß noch, dass sie eine eigene TV-Show bekommt!

Noch ein Wort zu Sexismusdebatten in Deutschland: Mir fällt auf, das überhaupt nicht debattiert wird. Weder im Fall des Regisseurs Dieter Wedel, noch beim TV-Moderator Jörg Kachelmann, ist der Versuch einer sachlichen Diskussion unternommen worden. Es gab nur hysterisches Geschrei und Beschuldigungen. Einzig das Gericht sorgte, im Fall Kachelmann, für Klarheit, weil es sich an Fakten hielt. Und die sprachen für Herrn Kachelmann. Ob Herr Wedel schuldig ist, kann niemand beweisen, trotzdem hat ein Teil der öffentlichen Meinung ihr Urteil schon gefällt. Und dieser Teil interessiert es auch nicht, dass Herr Wedel, unter dem öffentlichen Druck, Herzprobleme bekam. Wie zynisch muss man sein, wenn man gesundheitliche Probleme als „Ablenkungsmanöver“ abtut?

Und genau in diese aufgeheizte Atmosphäre platzt Frau Ramadani mit ihrem Buch und sorgt für noch mehr Hysterie.

Es tut mir um das Thema Sexismus leid, ebenso um den schwierigen Umgang der Männer mit Frauen.  So lange aber Hysterie und Scheindebatten vorherrschen, wird es keine Lösungen geben.

Eine Idee hätte ich aber: Die gesellschaftlich aufgeheizte Stimmung ließe sich entspannen, würden so Leuten, wie Ramadani, keine öffentliche Plattform geboten.

Dein

Wolfgang Luley

 

https:// www.berliner-kurier.de/news/politik—wirtschaft/joachim-gauck-sexismus-vorwuerfe-gegen-ehemaligen-bundespraesidenten-29790938?originalReferrer=https://www.facebook.com/&originalReferrer=http%3A%2F%2Fm.facebook.com

 

https:// de.wikipedia.org/wiki/Kachelmann-Prozess

 

http:// www.stimme.de/deutschland-welt/panorama/tlsch/stars/star_zitat/Dieter-Wedel-hat-sich-seine-Opfer-ausgesucht;art136657,3992871

 

 

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