Friedensarmee nicht tradionswürdig

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Die Ministerin für Verteidigung der Bundesrepublik Deutschland möchte ein neues Verständnis in der Bundeswehr durchsetzen. Dafür verrät sie Millionen deutscher Familien, Soldaten und Kameraden.

Für von der Leyen steht es ausser Frage: Die Wehrmacht soll keine Tradition der Bundeswehr mehr darstellen. Dabei ist international die deutsche Wehrmacht noch immer die Armee, die Respekt erzeugt. Auch wenn aus heutiger Sicht mancher Befehl, manche Durchführung mehr als fragwürdig erscheint, sollte die Ministerin überlegen, wen sie da verteufelt: Jene Männer, jene Großeltern und Urgroßeltern, die in den Kampf ziehen mussten und ihre Familie, ihre Heimat schützen wollten. Das auch sie von der Propaganda ein verzerrtes Weltbild aufgesetzt bekamen, sollte man hierbei ebenso beachten. Die Wehrmacht, Nachfolger der Reichswehr, bestand aus über 18 Millionen Soldaten. Also 18 Millionen Väter und Söhne, Ehemann und Geliebte.
Die Ministerin macht hierbei keinen Unterschied zwischen Kriegsverbrecher und Befehlsempfänger. Sie verteufelt mit ihrem Entscheid alle aufrechten Soldaten, die zum Teil nur ihren Wehrdienst, ihren Kriegsdienst ableisteten. Und dies vielfach nicht freiwillig. Ein Deserteur wurde ehedem standrechtlich erschossen! Übersehen wird – natürlich – auch, das die Bundeswehr bis heute die Zeichen der Wehrmacht nutzt.  Das Balkenkreuz.

 

 

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Doch auch die einzige Armee, die in keinem Krieg beteiligt war, wird von der Traditionslinie ausgeschlossen: die NVA. Von 1956 bis 1990 dienten in der NVA ebenso Millionen Männer. Zur Gründung freiwillig, später durch den Grundwehrdienst verpflichtend. Die Männer wurden verpflichtet ihre Heimat zu schützen – und trotz des kalten Krieges, den Wirren in Südamerika, in Asien und Afrika rückte die NVA nie zum Militäreinsatz in fremde Länder und Regionen aus. Anders als die Bundeswehr, die ihre Soldaten für fremde Ziele opfert.

 

 

Die NVA galt als wichtiger Partner der Sowjetarmee. Ihre Zuverlässigkeit gilt bis heute als Erstrebenswert. Innerhalb von Stunden konnte die Armee als Gefechtsbereit gemeldet werden. Trotz den Mängeln in Technik und Material, die auch heute die Bundeswehr plagen, war die Nationale Volksarmee kampfbereit, was die vielfachen Übungen aber auch realen Einsatzversuche (Polen, CSSR) bestätigen. Vielleicht ist es genau das, was dem Verteidigungsministerium der BRD so stört?

Pro Jahr sollten 170.000 bis 200.000 Soldaten im Sinne der “Arbeiter und Bauern Macht” Schutz bieten. Diese Genossen der NVA wurden von der DDR-Führung noch kritischer Beäugt, als die Zivilbevölkerung, was im grundsätzlichen Misstrauen lag. Ähnlich wie der Staat heute die Bürger überall unauffällig kontrollieren möchte, wurde auch zu NVA-Zeiten abgehört und denunziert.

1990 wurde die NVA aufgelöst und teilweise in die Bundeswehr (Kommando Ost), unter dem Befehlshaber Generalleutnant Jörg Schönbohm, umgegliedert. Noch immer war die Ex-NVA nicht teil der NATO – eine Errungenschaft, die die Bundesregierungen schnell ausmerzten. Noch bis zum 1. März 2005 galt die in der  NVA geleistete Dienstzeit als „gedient in fremden Streitkräften“. Nunmehr lautet die Bezeichnung „gedient außerhalb der Bundeswehr“. Und – im Gegensatz zu Wehrmachtssoldaten, darf ein NVA-Soldat sich nicht als “a.D.” bezeichnen. Die Abkürzung wird dennoch von einigen öffentlichen Institutionen für ehemalige NVA-Angehörige verwendet, wie etwa vom Deutschen Museum in München, das die Abkürzung in seiner Darstellung der deutschen Raumfahrt für den ostdeutschen Forschungskosmonauten Sigmund Jähn nutzt.

Man kann durchaus erkennen, das bis heute die NVA für die BRD als Feind gewertet wird. Vielleicht sollte hier die “Verteidigungs”ministerin anfangen, um Werte und Tradiotionslinien der Bundeswehr zu erkennen, aufzuarbeiten und zu nutzen. Stattdessen möchte sie nicht aufarbeiten. Wie bei Streitkräften afrikanischer Diktatoren, wird ein neues Gesicht, ein neuer Anzug aufgezogen und die Soldaten werden neu verpflichtet. Auch wenn die BRD sich (noch) eine parlamentarische Armee leistet, sollte die Armeeführung überlegen, ob der, von “vdL” eingeschlagene, Weg der richtige ist.

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