Lieber Oliver Bierhoff,

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Es ist Zeit für Dich!


überfordert Sie die Arbeit als Manager der Fußballnationalmannschaft? Ich frage, weil Sie blass und verwirrt wirken. Vor allem im Fall des Nationalspielers Mesut Özil.

Was ist mit Özil das Problem? Özil traf sich in London  mit dem türkischen Präsidenten Erdogan und ließ sich mit ihm fotografieren. Erdogan ist ein Despot, der die Türkei in eine Diktatur verwandelt. Es gab an diesem Treffen viel Kritik. Özil schweigt. Und Sie, Herr Bierhoff, wollten den Fall abhaken. Mal ehrlich: Was ist das für eine Haltung?

Sagen wir es doch offen: die politischen Dimensionen dieses Falls begreifen Sie nicht. Sei es, weil Sie andere Interessen haben, sei es, weil Ihr Kopf dafür zu klein ist – um es höflich auszudrücken.

Was auch immer Ihre Absichten sind, Sie werden Ihrer Rolle als Manager überhaupt nicht gerecht.

Mesut Özil zeigt auf dem Platz eine Leidenschaft, die sogar bei Ex-Nationalspielern, wie Mario Basler, auf Häme trifft. (Toter Frosch). Obendrein verteidigen andere Spieler Özil mit Argumenten, die unter dem Niveau eines Kindergartens liegen. So Jerome Boateng, der Kritik an Özil abwiegelt, weil der ein „Mensch“ ist.

Und Sie? Sie stehen daneben und zucken mit den Achseln, ganz so, als ginge Sie das alles nichts an.

Stattdessen diskutieren Sie mit der Presse über Zitate von Ihnen. Einmal behaupten Sie, man hätte auf Özil verzichten müssen, weil der uneinsichtig ist und dann entschuldigen Sie sich und jammern, man habe Ihr Zitat „missverstanden“. Stattdessen wollen Sie, dass Özil bleibt.

So ein Verhalten ist Kindergarten. Geben Sie es doch zu: Der Fall Özil übersteigt Ihre Fähigkeiten als Manager um Lichtjahre. Wer, wie Sie, keine Entscheidungen treffen will oder kann, ist als Manager eine Fehlbesetzung.

Treten Sie zurück.

Mit unfreundlichen Grüßen

Wolfgang Luley

 

https:// www.n-tv.de/sport/fussball_wm_2018/Wie-der-DFB-bei-Mesut-Ozil-versagt-article20518279.html

 

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