Die poetischen Namen der Sommermonate

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Es ist Zeit für Dich!


Döse im Gras. Ein Schmetterling tanzt über mir. Zieht einen Kreis. Verliert sich im Blau des Himmels. Ach, denken und beobachten ermüden, vor allem im Sommer.

In drei Monaten ist Oktober, dann hat der Nebel alles Bunte vertrieben. Keine Lerchen mehr, keine duftenden Wiesen mehr und keine Nickerchen im Freien. Denkt man im Sommer an den Winter, ist man sensibel dafür, wie Schönheit vergeht. Da lobe ich mir Dichter und ihre Sprache, die Schönheit in unvergängliche Worte fassen können. Nichts anderes drücken Mörikes blaue Band der Lüfte aus oder Schillers Ode an die Freude. Schönheit, Freude, Lebensmut, das sind die Poesienamen von: Juni, Juli, August.

Da pflichten mir sogar jene Schafe bei, die unweit von mir grasen. Sie blöken zufrieden und zupfen an den Halmen. Auch diese schönen Eindrücke vergehen. Doch ist das ein Verbrechen? Nicht solange es Dichter gibt.

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