Lieber Heiko Maas (Bundesaußenminister),

ich mag es nicht, dass Politiker sich hinter einem nebelhaften „wir“ verstecken. Vor allem dann nicht, wenn die eigene Meinungen äußern. Das wirkt aufgepumpt, wie bei einem Ballon, da möchte man glatt eine Nadel zücken …

Nun schämen Sie sich wieder einmal für Deutschland. Pardon, ich meinte natürlich: „Wir“ schämen uns mal wieder für Deutschland.

Grund ist ein überheblicher Fußballer mit ausländischen Wurzeln und moslemischem Glauben, der sich mit Despoten fotografieren lässt und jede Kritik daran als „Rassismus“ wertet.

Nun ist dieser Fußballer aus der Nationalmannschaft ausgetreten und daran ist – natürlich – jeder schuld, nur er nicht.

Wir könnten über Moslems reden, die sich nicht integrieren wollen und stattdessen in ihrer Parallelwelt leben wollen. Sie aber möchten lieber über Rassismus diskutieren.

Wir könnten darüber reden, dass wir ein Land wie die Türkei boykottieren, eben wegen des Despoten. Sie aber möchten lieber über Rassismus diskutieren.

Wir könnten über Deutsche reden, die Opfer von Rassisten werden, Sie aber wollen lieber über Ausländer, in Deutschland diskutieren, die Opfer von deutschen Rassisten werden. Doch halt! Auch das interessiert Sie nur am Rande. Sie möchten über „flapsige Sprüche bei der Arbeit“ oder über „verächtliche Gesten“ diskutieren. Mit anderen Worten: Sie wollen sich einfach nur wichtig machen.

Schlimmer finde ich, dass Sie nicht zu Ihren Überzeugungen stehen, sondern sich lieber hinter einem „wir“ verschanzen. Zudem werden auch Deutsche rassistisch beleidigt, aber Sie, als deutscher Politiker, interessiert das einen feuchten Kehricht. Gott wie erbärmlich!

Mit unfreundlichen Grüßen

Wolfgang Luley

https:// www.zeit.de/gesellschaft/2018-07/me-two-rassismus-deutschland-oezil-debatte-heiko-maas

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