Lieber Horst Seehofer (Bundesinnenminister),

in Hinblick auf die Ausschreitungen in Chemnitz, haben Sie Ihre Rolle als Merkels Bettvorleger wieder einmal vorbildlich erfüllt. Sie hätten zurücktreten können und damit eine politische Lawine auslösen können, die auch Kanzlerin Merkel begraben hätte, aber Sie kleben zu sehr an Ihrem Ministerstuhl.  Aus dem Grund stützen Sie Kanzlerin Merkel, wo immer Sie können.

Kritisiert jemand Merkel wegen ihrer falschen Einwanderungspolitik? Kaum. Aber viele regen sich darüber auf, dass Sie, Herr Seehofer, in einer Stellungnahme, die Migrationspolitik als „Mutter aller Probleme“  bezeichneten. Das war clever. So regt sich jeder über Sie auf, und wie rassistisch Sie doch sind, und unsensibel gegenüber Migranten, die in Wahrheit Einwanderer sind.

Ohne Sie, wäre Merkel nicht gewählt worden, das haben Sie selbst zugegeben, als Sie im Juli dieses Jahres zurücktreten wollten, es dann aber doch unterließen. Und in diesem Zusammenhang sagten Sie über Merkel: „Sie ist wegen mir Kanzlerin!“ Das stimmt. Würden Sie, Herr Seehofer, nicht immer die Wut und das Unverständnis der Medien und eines (linken) Teils der Bevölkerung auf sich ziehen, hätte Merkel keine Mehrheiten im Parlament und auf der Straße. Sie spielen den Buhmann, damit Merkel als besonnene und heldenhafte Kanzlerin auftreten kann.

Worum geht es in Chemnitz überhaupt? Ende August geriet ein Chemnitzer mit einem Syrer und einem Iraker in Streit, die beiden hatten Messer dabei und verletzten den Chemnitzer so schwer, dass er an den Folgen starb. Diese Tat ist an und für sich abscheulich, nun kommen noch Umstände hinzu, die für Merkels-Migrantenpolitik typisch sind.

Die Täter hätten nicht in Deutschland sein dürfen, sind es aber doch, weil Merkel uns Deutsche auf ihre „Willkommenskultur“ eingeschworen hat, der zufolge Opfer und schwache Menschen nach Deutschland kommen, die man zu unterstützen hat. Dass wir Deutsche aber nicht gefragt wurden und Merkel weiterhin offene Grenzen befürwortet, lässt einen fragen, wem Deutschland gehört? Gehört Deutschland uns Deutschen oder den Migranten und Frau Merkel?

Ich behaupte nicht, dass Rechte gute Menschen sind, aber Sie gehen auf die Straße und es ist ihnen nicht egal, was aus Deutschland wird. Anstatt nun gegen Rechte zu hetzen und ihnen das Recht auf Protest zu verwehren, wie das Linke, Grüne und ein Großteil der Medien immer wieder versuchen, wäre es an der Zeit, dass wir alle auf die Straße gehen, so wie das in der DDR war, kurz vor dem Fall der Mauer. Demokratie geht jeden an, und nur wenn jeder sich um Demokratie bemüht, haben wir auch Demokratie. Mit anderen Worten: Für Demokratie haben Linke zu sorgen, wie auch Rechte und überhaupt jeder, dem Deutschland etwas bedeutet.

Ach ja, mir ist nicht entgangen, dass es bei den Protesten der LINKEN und der Rechten zu Kloppereien kam. Das entschuldige ich ausdrücklich nicht. Anstatt sich aber hauptsächlich darüber aufzuregen, ist es angebracht, über die generellen Ursachen nachzudenken, die hinter dieser Gewalt steckt. Und aus dem Grund muss über Merkels Einwanderungspolitik nachgedacht werden.

Darum sage ich: Nicht die Migration ist die Mutter aller Probleme, sondern Kanzlerin Merkel. Sie ist die Mauer, die uns Deutsche von der Demokratie trennt. Demokratie heißt nämlich Herrschaft des Volkes und nicht Herrschaft von Merkel und Seehofer.

Mit unfreundlichen Grüßen

Wolfgang Luley

https://www.sueddeutsche.de/politik/seehofer-chemnitz-kommentar-1.4119194
https://www.sueddeutsche.de/politik/seehofer-merkel-krisengipfel-1.4037923
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