Liebe Serena Williams (Tennisspielerin),  

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Sie haben nicht bloß das Endspiel der US-Open verloren, sondern viel mehr.

Vor der Partie mit Naoma Osaka galten Sie als Favoritin. Diese Mutmaßung war nicht unberechtigt, da Sie 23 Grand-Slam-Titel gewonnen haben, während Osaka bisher nur als ein Tennistalent galt.

Man muss gerecht bleiben, jeder verliert mal, auch eine Serena Williams darf verlieren, ohne in Grund und Boden verdammt zu werden.

Schlimm aber, dass Sie, Frau Williams, das selbst übernommen haben. Nein, nicht sich haben Sie in Grund und Boden verdammt, sondern den Schiedsrichter Carlos Ramos.

Was der getan hat? Er hat weiter nichts getan, als seine Arbeit. Er zog Ihnen zuerst einen Punkt ab, weil Sie Ihren Schläger zerschlugen, dann ein Spiel, weil Sie sich von Ihrem Trainer hatten coachen lassen, was nicht erlaubt ist.

Aber statt Einsicht und Reue zu zeigen, bezeichneten Sie Herrn Ramos als „Dieb“ und als „Sexisten“.

Dieses Verhalten ist insofern interessant, weil Sie, Frau Williams, sich gern als Vorkämpferin gegen Sexismus und für die Rechte der Frauen aufspielen. Im Grunde wollen Sie aber mehr Rechte haben, als andere. Denn ein John McEnroe, der für Ausraster auf dem Tennisplatz berüchtigt war, musste auch Strafen kassieren. Er wäre aber nie auf die Idee gekommen, das als Unterdrückung von Männern oder Sexismus zu diffamieren.

Aus diesem Grund haben Sie nicht bloß ein Tennisspiel verloren, Sie haben auch an Glaubwürdigkeit und an Ehrlichkeit eingebüßt.

Ihr Kampf für Frauenrechte und gegen Sexismus ist nur Schein. Sie wollen sich nicht an Regeln halten, und wenn, dann nur an eigene. Was Sie in der anschießenden Pressekonferenz noch einmal bekräftigten.

Erfreulich dagegen trat die Siegerin, Naomi Osaka, auf, die als erste Japanerin einen Grand-Slam gewann. Nicht zuletzt deshalb, weil sie sich auf das Spiel konzentrierte.

Mit unfreundlichen Grüßen

Wolfgang Luley

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https://www.tagesspiegel.de/sport/tennis-us-open-eklat-im-finale-williams-wirft-schiedsrichter-sexismus-vor/23014258.html

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