Künstler Gottfried Helnwein warnt vor politischer Korrektheit

Inzwischen warnen selbst etablierte Künstler wie Gottfried Helnwein vor der Nazi-Keule und den Folgen der politischen Korrektheit. Der von Sammlern hochgeschätzte Österreicher ist allein schon durch seine Kunst ein politischer Mensch – und ist alarmiert wie nie.

von Christian Schwochert

Über die politische Korrektheit sagte er der dpa: „Sie ist das Ende der freien Rede.“ Weiter führte er laut web.de aus: „Die aus Amerika kommende sogenannte ‘political correctness’ ist eine Katastrophe. Sie ist das Ende der freien Rede. Wenn man mit einem einzigen Tweet seine Karriere zerstören kann, wird niemand mehr wagen, offen zu kommunizieren. Die Liste der Worte, die mittlerweile auf dem Index stehen, wird immer länger. In den USA werden immer mehr Werke der Weltliteratur, unter ihnen Mark Twains Meisterwerk ‘Huckleberry Finn’, aus Schulen und Bibliotheken entfernt, weil den PC-Inquisitoren bestimmte Worte missfallen. Comedians wie Seinfeld und John Cleese weigern sich mittlerweile, in Colleges aufzutreten, weil sie sich nicht dem PC-Terror der Studenten aussetzen wollen.

Desweiteren warnte er vor der Hetze in den sozialen Medien und der Nazi-Keule: „Die Allmacht der Social Media ist erschreckend. Jeder beliebige Lynchmob im Internet kann mit einem entsprechenden Shitstorm jede Person, die ihm nicht passt, vernichten. Ich halte es auch für einen schweren Fehler, große Teile der Bevölkerung pauschal als ‘Nazis’, ‘Pack’ oder ‘Abschaum’ zu bezeichnen, nur weil es uns nicht passt, was sie wählen. Ich glaube nicht, dass es immer mehr Rassisten und Nazis bei uns gibt, sondern dass mehr und mehr Menschen Angst haben und ihr Vertrauen in die etablierten Parteien verlieren.

Über Donald Trump, dem ich mein Buch „Winterkrieg in Finnland“ widmete, äußerte er sich wie folgt: „Trump ist wirklich ein erstaunliches Phänomen. Ich habe noch nie eine Person gesehen, die weltweit so massiv bekämpft wird wie er. Das Ganze artet mittlerweile zu einer totalen Massenhysterie aus. Alle tun so, als wäre die Welt bis dahin ganz in Ordnung gewesen, und als wäre erst mit Trump das Böse in die Welt gekommen.
Ich frage dann gerne meine amerikanischen Freunde, wo wart Ihr denn die letzten Jahre? Als Bush Afghanistan und den Irak verwüstet und Millionen Tote hinterlassen hat? Als Cheney ganz offiziell die Folter wieder eingeführt hat? Wo wart ihr, als der Friedensnobelpreisträger Obama mit seinem Drohnenprogramm Tausende, darunter viele Kinder, töten ließ? Trump ist eigentlich so etwas wie ein Augenblick der Wahrheit. Er ist der amerikanischste Präsident dieses Jahrhunderts, er ist der Präsident, den dieses Land verdient hat.”

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