Provinz Ostpreußen

Geschichtliches:

Das große Wappen  Provinz Ostpreußen

Das große Wappen Provinz Ostpreußen

Ostpreußen war die namensgebende Provinz des Staates Preußen. Als „Königreich Preußen“ lag Ostpreußen außerhalb des Heiligen Römischen Reiches und des Deutschen Bundes, bis der nach ihm benannte Staat Preußen 1867/71 im Deutschen Reich aufging. Das ursprüngliche Preußenland war das Stammland der baltischen Prußen (Pruzzen). Durch Anordnungen des Kaisers und des Papstes zur Christianisierung und der damit beauftragten Eroberung des Landes durch den Deutschen Orden im 13. Jahrhundert entstand der Deutschordensstaat, dessen Territorium Preußen genannt wurde. Provinzialverwaltung in Königsberg. Zum 3. Dezember 1829 mit Westpreußen zur Provinz Preußen vereinigt, zum 1. April 1878 wieder getrennt. 1923 bis 1939 war das Memelland von Litauen annektiert. 1945 Besetzung durch die Rote Armee und Auflösung, Gebiet 1945–1990 unter polnischer und sowjetischer Verwaltung. Die DDR erkannte die Grenze zu Polen bereits 1950 an, die Bundesrepublik Deutschland zunächst 1972 indirekt. Im Zwei-plus-Vier-Vertrag und dem deutsch-polnischen Grenzvertrag von 1990 erklärten die Vertragspartner die Außengrenzen der Deutschen Demokratischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland als endgültig für das vereinte Deutschland. Damit gehört der Südteil des früheren äußersten deutschen Ostgebiets auch völkerrechtlich zu Polen und der nördliche als Exklave zum heutigen Russland (damals noch UdSSR).

Die ostniederdeutschen und ostmitteldeutschen Dialekte, die in Ostpreußen gesprochen wurden, werden im Preußischen Wörterbuch erfasst und beschrieben. Das von den Ureinwohnern gesprochene, baltische Altpreußisch war im 17. Jahrhundert ausgestorben.

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