Provinz Posen

Geschichtliches:

Wappen von Posen

Wappen von Posen

Die Provinz Posen (identisch mit dem Großherzogtum Posen) war eine von 1815 bis 1920 bestehende Provinz im Osten des Staates Preußen. Die Provinz gehörte von 1848 bis 1851 teilweise zum Deutschen Bund, ab 1867 vollständig zum Norddeutschen Bund und ab 1871 zum Deutschen Reich. Die Provinz umfasste den größten Teil der historischen Region Großpolen und war die einzige preußische Provinz mit nicht-deutscher Bevölkerungsmehrheit. Das Gebiet der Provinz, das bereits von 1793 bis 1807 von Preußen annektiert worden war, fiel auf dem Wiener Kongress 1815 erneut an Preußen. Nach der Niederlage Deutschlands im Ersten Weltkrieg kam es 1918 zu einem erfolgreichen polnischen Aufstand. Bis auf klar mehrheitlich deutschsprachige Randgebiete gelangte die Provinz 1919/1920 infolge des Versailler Vertrags zurück an Polen. Im II. Weltkrieg, nach dem Polenfeldzug, wurde die Woiwodschaft Posen wieder deutsch und bildete in gewisser Anlehnung an die vormalige Provinz, jedoch unter Einbeziehung weiterer polnischer Gebiete, den Reichsgau Wartheland mit Posen als Hauptstadt. Das Gebiet um Bromberg wurde dem Reichsgau Danzig-Westpreußen zugeschlagen. 1945 ging das gesamte Gebiet der ehemaligen Provinz Posen zurück an Polen und die deutsche Minderheit wurde vertrieben. Nach der Gebietsreform 1999 ist es heute größtenteils identisch mit der Woiwodschaft Großpolen.

Ein Hinweis in eigener Sache:

Lieber Besucher! Kennen Sie einen weiteren Nachrichtenblog aus dieser Region, so bitten wir um Mithilfe. Senden Sie uns den RSS-Feed oder den Verweis des Portals. Vielen Dank.

Meldungen aus Posen und Kujawien

Meldungen aus Danzig - Westpommern/Posen

Großpolen